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Erntezeit für Mini-Kiefern

Frisch vom Acker: Maria del Pilar, Petra Senkbeil, Peggy Lange und Jochen Merten (von links) ziehen auf der Plantage der Tempelberger Forstbaumschule junge Pflanzen aus dem Boden.
Frisch vom Acker: Maria del Pilar, Petra Senkbeil, Peggy Lange und Jochen Merten (von links) ziehen auf der Plantage der Tempelberger Forstbaumschule junge Pflanzen aus dem Boden. © Foto: MOZ
Bettina Winkler / 07.03.2017, 06:30 Uhr
Tempelberg (MOZ) Im zeitigen Frühjahr ist Pflanzzeit für Sträucher, Gehölze und Bäume. Auf der Plantage der Forstbaumschule Lürssen in Tempelberg werden Hundertausende Pflanzen gezogen, die hauptsächlich zum Aufforsten in Brandenburger Wäldern benötigt werden.

Tausende Mini-Kiefern stehen in Reih und Glied auf dem Acker.Die zweijährigen Sämlinge sind jetzt erntereif und werden zur Aufforstung in Brandenburger Wäldern dringend gebraucht. Allein der Landesforstbetrieb wird in diesem Frühjahr rund 1,3 Millionen junge Waldbäume setzen. Für die Mitarbeiter der Tempelberger Forstbaumschule Lürssen hat somit die Pflanzsaison begonnen. Das bedeutet für alle jede Menge Arbeit. "50 000 Kiefern werden wir heute für Aufforstungen aus dem Boden nehmen und versandfertig machen", sagt Betriebsleiterin Margrit Pöge.

Die Nadelbäumchen stehen eng an eng im Beet. "Erst draußen, wenn sie an ihrem Bestimmungsort stehen, können sich die Bäume gut entwickeln", sagt Pöge. Mittels einer Rodungsmaschine mit Schneidmesser werden die Wurzeln gekürzt und die jungen Pflanzen vorsichtig im Boden gelockert. Was dann folgt ist reine Handarbeit: Die Mitarbeiter ziehen die Mini-Kiefern aus der Erde und legen sie zu Bunden bereit. Das ist Knochenarbeit, die über den Rücken geht. Trotz allem ist die Stimmung der Kollegen auf dem Feld super. Man sieht ihnen an, dass sie Spaß am Job haben. Der Winter war lang, für die Mitarbeiter ist es schön, dass sie wieder auf den Acker können.

Die Pflanzen mit den nackten Wurzeln werden nach der Ernte per Traktor zur Lagerhalle transportiert. Dort landen die Bunde auf große Holztischen, werden Stück für Stück gesichtet, sortiert, verpackt und mit Feuchtigkeit versorgt. In jedem Bündel stecken hundert winzige Kiefern, eine Baumart, die wieder im Kommen ist, weil sie auf Brandenburger Böden bestens gedeiht.

"Die Gemeine Kiefer ist mit einem Anteil von 20 Prozent in der Aufforstungsfläche vertreten", teilte auch Jens-Uwe Schade, Sprecher des Landesbetrieb Forst Brandenburg, mit. Trauben - und Stieleichen haben mit 35 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Rotbuchen mit 25 Prozent. Beide Arten gehören zur natürlichen Vegetation in Brandenburger Wäldern und sind bedeutsam beim Umbau der Kulturen in stabile Mischwälder. Ebenfalls wichtige Laubbaumarten sind Hainbuche, Winterlinde und Ahorn.

Auch diese Arten wachsen auf der Plantage der Tempelberger Forstbaumschule und sollen in den nächsten Tagen geerntet werden und auf Reisen gehen. "Jetzt ist die beste Pflanzzeit und bei uns Hochsaison", so Margrit Pöge. Die Mitarbeiter kommen mit der Ernte kaum hinterher. Problem: Die Bäumchen müssen am neuen Standort vor der Vegetationszeit gepflanzt werden.Der richtige Zeitpunkt ist für das Anwachsen wichtig. "Da bleibt uns für die Ernte nur ein kurzes Zeitfenster", sagt Margrit Pöge.

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