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In vielen Dörfern gab es am Sonnabend Putz-Aktionen / Die MOZ war in Tempelberg, Demnitz, Berkenbrück und Woltersdorf dabei

Frühjahrskur für die Gemeinden

Cornelia Link-Adam und Martin S / 10.04.2017, 07:07 Uhr - Aktualisiert 12.04.2017, 18:12
Tempelberg/Demnitz/Berkenbrück/Woltersdorf (MOZ) Eine Woche vor dem Osterfest wurde am Sonnabend in der Region in vielen Dörfern und Städten zu Frühjahrsputz-Aktionen aufgerufen. Die MOZ war in Tempelberg, Demnitz, Berkenbrück und Woltersdorf dabei.

Tempelberg: An gleich mehreren Stationen verteilten sich die gut 20 Aktiven schon in den frühen Morgenstunden. Zum einen bekam die Tempelritter-Stele am Eingang des Dorfplatzes einen neuen Anstrich, damit die Holzfigur noch lange hält, zum anderen wurden auf dem Lustgarten-Gelände unter der Überdachung rege die Pinsel geschwungen. 14 Bänke bekamen von etlichen Frauen eine Holzlasur verpasst, damit sie bei den nächsten Festen wieder schön aussehen. Gerne packten dabei neben Britta Herter auch Sabrina Nickel mit ihren Kindern Fiona (9) und Vanessa (13) mit an. Aber auch die Angler waren an den Teichen zugange.

Wenig entfernt kämpfte indes Renate Jensch an der Buswendeschleife am Gemeindehaus gegen die Vogelmiere im großen Beet. "Das Unkraut sitzt wegen der Trockenheit richtig fest", fluchte die Tempelbergerin harkend und füllte mehrfach ihre Schubkarre. Im Gemeindehaus selbst war Ortsvorsteherin Sabine Riemer zugange und sortierte im Lagerraum die Lebensmittel-Vorräte, aber auch Putz-Utensilien. "Damit alles bei den nächsten Festen in Schuss ist", sagte sie und nannte die Beteiligung an der Aktion der Gemeinde dieses Mal nur mäßig. "Zum Glück putzen auch noch ein paar Angler an den Teichen."

Demnitz: Mehr als 30 Freiwillige werkelten indes am Sonnabend zeitgleich auf dem Gelände des Friedhofs rund um die Kirche. Im Fokus stand das Entfernen des Efeus von der Mauer. Zuletzt hatte man das vor zehn Jahren gemacht. Die krakenähnlichen Wurzeln hatten sich daher schon wieder tief in die Feldsteinmauer gefressen, sprengten die Fugen auseinander und lockerten auch die als Abdeckung dienenden Steine. Mit vereinten Kräften packten viele Aktive wie Monika Friedrich vom Heimatverein, aber auch Albrecht von Alvensleben als Gemeindekirchenratsvorsitzender mit an und legten die Mauer wieder frei. Benjamin Bartsch hievte bergeweise Grün in die Schaufel des Mini-Baggers, an dessen Steuer sitzend Reinhard Nickel alles auf einen LKW-Anhänger lud. Der war schon weit vor der Mittagszeit gut gefüllt. Aber auch in der Kirche wurde viel gearbeitet. Franziska Bartsch war mit einer Freundin mitsamt Handfeger und Lappen auf der Empore unterwegs und beseitigte Staub und Spinnweben. Ihre Mutter putzte in der Kanzel und Ilona Oßwald noch zusätzlich die Kirchenbänke. Abschließend wurde auch noch der Boden feucht gewischt.

Berkenbrück: Ein bunter Mix aus Vereinen und Gruppen arbeitete am Badestrand. Mehr als 30 Aktive waren dabei, mehr als im Vorjahr. Mit von der Partie waren wieder die Angler und die Sportfrauen, die auf dem Sportplatz harkten. Die Feuerwehr befreite den Steg von Entenkot - mit viel Besenkraft und Wasserdruck aus dem Schlauch ihres Fahrzeugs. Aber auch die Ortsgruppe des BUND um Helmut Kirchhoff brachte sich mit ein, ebenso die extra angereisten sieben Naturfreunde aus Fürstenwalde. "Wir sind mit den BUNDlern freundschaftlich verbunden und helfen gerne mit. Wir sind ja auch froh, wenn es hier wieder schön ist", erklärte Inge Pupke.

Laub war das zentrale Thema der Aktion. Bergeweise wurde es von der Sportplatzfläche geharkt, aber auch von der Strandwiese und den Wegen bis hinter zu den alten Bootsanlegestellen an der Spree. Immer wieder pendelten die vollgepackten Multicars zum großen Container an der Dorfstraße, den die Gemeinde aufgestellt hatte. Glücklich über ihre Arbeit waren am Ende alle Freiwilligen - und stärkten sich an der Bühne. Da hatte Marina Aurich, die sonst das Kreis-Archiv leitet, für ihre Berkenbrücker ein Buffet aufgebaut und bekam viel Lob für Bockwurst, Kuchen, belegte Brötchen sowie eingelegten Fisch und Fischbouletten.

Woltersdorf: In Woltersdorf hatte am Sonnabend der Verschönerungsverein Kranichsberg zum Frühjahrsputz rund um den Aussichtsturm gerufen. Fast 30 Helfer waren gekommen, darunter die Vereinsvorsitzende Gisela Schuldt und ihre Stellvertreterin Martina D'Hooge. Letztere entfernten Unkraut an den Treppenstufen hoch zum Turm und fegten diese, Vereinshund Bruno schaute geduldig zu. "Wir haben diese Woche zum Einsatz gerufen, damit für die Besucher zu Ostern alles schön und sauber ist", sagte Gisela Schuldt. Am Turm selbst, der seit 1. April wieder geöffnet ist, wurde derweil nicht nur geputzt. Norgard Kreiser bepflanzte mit anderen Frauen die Blumenkübel und freie Stellen rund um das beliebte Ausflugsziel mit Hornveilchen, Lavendel, Tausendschönchen und Gänseblümchen. Und sie schickte schon vorab ein Dankeschön an die drei Turmwarte, die nicht nur Besucher empfangen, sondern sich auch um die Pflege der Pflanzen kümmern. Für die Verpflegung mit Gegrilltem, Schmalzstullen und Sekt war Uwe Täger verantwortlich.

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