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Bredereicher Feuerwehr verteidigt Titel beim Löschangriff Nass in Schulzendorf

Haben den Dreh raus: Sowohl bei den Männern als auch in der Nachwuchswertung hatten die Bredereicher Brandschützer die Nase vorn.  Schon im Vorjahr räumten sie beim Schulzendorfer Pokalwettkampf ab.
Haben den Dreh raus: Sowohl bei den Männern als auch in der Nachwuchswertung hatten die Bredereicher Brandschützer die Nase vorn. Schon im Vorjahr räumten sie beim Schulzendorfer Pokalwettkampf ab. © Foto: MZV
Ingmar Höfgen / 11.06.2017, 21:00 Uhr - Aktualisiert 12.06.2017, 09:59
Schulzendorf (MOZ) Die Freiwilligen Feuerwehrleute aus Bredereiche haben beim Wettbewerb Löschangriff Nass beim Dorffest in Schulzendorf ihre beiden Titel aus dem Vorjahr verteidigt. Aber es war denkbar knapp.

Nur eine Zehntelsekunde weniger als die Großmutzer Brandbekämpfer wurde für die erwachsenen Kameraden aus Bredereiche handgestoppt - mit dem bloßen Auge ist diese Differenz kaum wahrnehmbar. Einen etwas größeren Vorsprung konnten die Jugendlichen für sich verbuchen. Hier brauchte der Bergsdorfer Nachwuchs zweieinhalb Sekunden mehr, ehe der Wasserstrahl

aus zwei Schläuchen die insgesamt sechs Plättchen in der Zielvorrichtung zum Kippen gebracht hatte. Aber auch das ist nicht viel, bedenkt man die vielen Unwägbarkeiten, die trotz akribischer Vorbereitung in den zehn entscheidenden Minuten passieren können - und in Schulzendorf auch zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt passierten. Das begann beim Motor, der mal Luft zog und nicht genug Druck aufbaute, über den Verteiler, der richtig eingestellt werden musste, bis hin zum Schlauch, der die richtige Länge haben sollte. Und wenn dann das letzte Metallplättchen nicht fällt - die Uhr läuft weiter und weiter.

Trotz des Wettkampfcharakters wurde Spaß, Fairness und Kameradschaft groß geschrieben, ob es die helfende Hand war, die von außen mal in den Wettbewerb der Jüngsten eingriff, oder das Bereitstellen der eigenen Maschine wegen eines Defektes beim Gegner - Schulzendorfs Wehrleiter Ralf Dombrowski konnte zufrieden sein. Dazu kam ein wieder größer werdendes Starterfeld mit vielen Nachwuchsteams. "Schön, dass so viel nachkommt", freute sich Dombrowski. In Schulzendorf sind derzeit 16 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bei der Jugendfeuerwehr aktiv, darunter auch sechs Mädchen, die als eigenes Team antraten.

Und auch in Gransee ist die Feuerwehr unter Kindern noch beliebter geworden. Nach dem 30. Mitglied musste die Jugendfeuerwehr vor etwa einem Monat einen Aufnahmestopp verhängen, sagte Jugendwartin Christin Pahlow. Wer jetzt noch kommt, muss mit einem Platz auf der Warteliste vorlieb nehmen. Mit sechs Teams gingen die Granseer an den Start, ursprünglich hatten sie sogar acht Nachwuchsteams gemeldet.

Auf diese Mitgliederzahl kommt man beim Doppel-Sieger Bredereiche, wenn man Erwachsene und Kinder zusammennimmt - neben den 23 Aktiven lernen fünf Mädchen und vier Jungs viel die Brandbekämpfung. Geübt hätten die Erwachsenen für den Wettkampf vielleicht ein- oder zweimal, sagte Ortswehrführer Andreas Manzel, die Kinder schon etwas öfter. Sie durften sich über den Sieg freuen, als Moderator Ernst Dräger auch die letzte Zeit in sein Protokoll eingetragen hatte.

Nach dem Wettkampf genossen die Schulzendorfer und ihre Gäste auch den angenehmen Nachmittag mit dem Auftritt des Dorftheaters. Wehrführer Dombrowski freute sich, dass er so viele zufriedene Gesichter gesehen hatte und auch das Wetter mitgespielt hatte. Ansonsten blickt er - wie auch andere - schon voraus: Im kommenden Sommer steht der 20. Pokalwetttbewerb an.

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