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"Ohne sie wird's brenzlig"

Gabi Herrmann / 28.06.2017, 12:07 Uhr
Göttin (MZV) "Der wichtigste Lieferant für den Nachwuchs in der Feuerwehr ist die Jugendfeuerwehr". Vor 25 Jahren machte die Ortsfeuerwehr Göttin einen großen Schritt in die Zukunft und gründete am 1. Mai 1992 ihre Jugendfeuerwehr. Dieses Jubiläum wurde natürlich gefeiert. Los ging es mit einem Umzug angeführt von der Empor-Schalmeien-Kapelle. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde in einem lockeren Wettkampf die schnellste Jugendfeuerwehr ermittelt. Jugendwart Michael Steinke ist stolz auf den jungen Nachwuchs. Es gelang ihm, mit "Zuckerbrot und Peitsche" eine motivierte Mannschaft zu formen. Bei den diversen Wettkämpfen sind sie fast immer auf den vorderen Plätzen zu finden. Kein Wunder also, dass sie beim Wettkampf "Löschangriff" die aktiven und Wettkampf erprobten Feuerwehrkameraden aus den eigenen Reihen um Längen geschlagen haben. Sie waren satte drei Sekunden schneller. "Manchmal muss ich sie schon bremsen und immer wieder betonen, wie wichtig die Übungen sind", erzählte Michael Steinke. Das Konzept der Jugendfeuerwehr besteht aus 50 % feuerwehrtechnischer Ausbildung und 50 % Spiel, Spaß und Sport. Dabei stellen die Wettkämpfe im Feuerwehrsport, das Jugendzeltlager und der Berufsfeuerwehrtag die Highlights für die Kinder. Ganz oben steht aber nicht nur Michael Steinke, sondern bei allen Jugendwarten, die Gemeinschaft und dass die Jungen und Mädchen nicht den Spaß an der Feuerwehr verlieren. Denn der Nachwuchs wird dringend gebraucht. Wie wichtig die Jugendabteilung ist, zeigt sich allein schon daran, dass die Mehrzahl der aktiven Einsatzkräfte, etwa 70 Prozent früher in der Jugendfeuerwehr war. In Göttin sind von der damaligen Jugendfeuerwehr noch neun im aktiven Dienst. "Wir hatten bei dem letzten Unwetter zehn Einsätze in 24 Stunden. Das ging an unsere Substanz, mehr geht kaum. Wir hoffen immer auf Verstärkung", erklärte der Ortswehrführer Bernd Karge. Die Chancen stehen gut. Nach den geburtenschwachen Jahrgängen sind die Kinder-und Jugendfeuerwehren der Stadt Brandenburg mit 143 Mitgliedern, darunter 35 Mädchen, mittlerweile gut aufgestellt. Dennoch freiwillig und ohne Entgelt. Dies ist keineswegs selbstverständlich und trotzdem finden sich immer wieder junge Leute, die sich für Gemeinschaft engagieren. Dies verdient Anerkennung.

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