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Der Kleine Pohlitzer See war einst bei Badegästen beliebt - heute eher bei Anglern

Vergessenes Kleinod

Idyllischer Anblick: Der Kleine Pohlitzer See ist rund 40 Hektar groß und verfügt über einen reichen Fischbestand. Die einstige Badestelle im Nordosten des Gewässers ist über die Jahre mehr und mehr zugewachsen.
Idyllischer Anblick: Der Kleine Pohlitzer See ist rund 40 Hektar groß und verfügt über einen reichen Fischbestand. Die einstige Badestelle im Nordosten des Gewässers ist über die Jahre mehr und mehr zugewachsen. © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Hubertus Rößler / 30.08.2017, 18:58 Uhr
Pohlitz (MOZ) Ein Pfund, mit dem die Region wuchern kann, sind die vielen Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität. Zur Ferienzeit stellen wir 27 von ihnen vor. Heute: der Kleine Pohlitzer See.

Wer dieser Tage den Kleinen Pohlitzer See aufsucht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit der einzige Badegast sein. Das etwa 40 Hektar große und bis zu drei Meter tiefe Gewässer zwischen Pohlitz, Ziltendorf und Eisenhüttenstadt ist ein vergessenes Kleinod und steht heute nur noch bei wenigen erfrischungssuchenden Menschen auf der Liste.

Das war früher einmal anders, wie Marina Kreisel berichtet. Die Ziltendorferin ist regelmäßig am Kleinen Pohlitzer See unterwegs, fotografiert die unberührte Natur und springt an heißen Tagen auch schon mal ins kühle Nass. "In meiner Kindheit vor etwa fünfzig Jahren gab es hier einen richtigen Strand mit Terrasse und Eisverkauf. Da war immer viel los und alle Ziltendorfer sind zum Baden hergekommen", erzählt sie. "Es war wirklich sehr hübsch hier, ich erinnere mich sehr gerne daran zurück."

Doch über die Jahre wurde die Badestelle mehr und mehr vernachlässigt. Von der Terrasse ist nichts mehr übrig, der Strand und der Einstieg ins Wasser sind mit Pflanzen überwuchert. "Im Winter ist hier mittlerweile mehr los. Die Leute kommen zum Schlittschuhlaufen, Eishockeyspielen und sogar einen Eissurfer habe ich schon gesehen", berichtet Marina Kreisel, die auch am benachbarten Großen Pohlitzer See eine kleine Badestelle kennt. Weitaus beliebter ist mittlerweile der nahe gelegene Baggersee "Schwarzes Luch", in dem Baden zwar offiziell verboten ist, aber geduldet wird. So ist der Kleine Pohlitzer See heute fest in Hand der Angler. "Gebadet wird nur vereinzelt, obwohl die Wasserqualität sehr gut ist", berichtet Fischer Lothar Beitsch, der regelmäßig auf dem idyllischen Gewässer unterwegs ist.

Informationen


■ Am Kleinen Pohlitzer See, der zwischen Pohlitz und Ziltendorf liegt, gibt es keine offizielle Badestelle. Der ehemalige Strand, von dem man auch heute noch ins Wasser gelangt, befindet sich im Nordosten des Gewässers (unweit der alten B 112).
■ Da die neue B 112 derzeit gesperrt ist, muss man mit dem Auto von Richtung Eisenhüttenstadt kommend über die Oderlandstraße Richtung Ziltendorf am Kreisverkehr links und dann direkt nach der Brücke über den Oder-Spree-Kanal wieder links abbiegen. Nach wenigen Metern auf dem Damm rechts in den Waldweg einbiegen.
■ Der Zugang zum Kleinen Pohlitzer See liegt im Wald und ist am besten mit dem Fahrrad oder zu Fuß möglich.

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