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Zum 19. Kartoffelfest strömen wieder hunderte Besucher nach Tempelberg / Mammutaufgabe für 40 ehrenamtliche Helfer

Kartoffelfest
Puffer, Pommes und Programm

Cornelia Link-Adam / 18.09.2017, 07:15 Uhr
Tempelberg (MOZ) Das Kartoffelfest in Tempelberg hat in der Region Kultstatus. Am Sonnabend kamen wieder hunderte Besucher auf den Festplatz, um sich an leckeren Gerichten rund um die Knolle zu erfreuen. Dazu gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

"So früh hatten wir noch nie so viele Gäste", sagte Sabine Riemer bereits am Vormittag mit Blick über den Platz. Die Ortsvorsteherin hatte mit ihrem Verein Pro Tempelberg wieder zum Fest eingeladen. Das hat mittlerweile Dimensionen erreicht, welche die 40 Ehrenamtler an ihre Grenzen bringen. Im Vorjahr wurden 1,3 Tonnen Kartoffeln verbraucht. "Das streben wir auch für dieses Fest an", sagte Sabine Riemer.

Das Veranstaltungsgelände war mit Pavillons und Zelten zu einer Fest-Stadt geworden. Schon am Freitag hatte man zehn Zentner Kartoffeln für den Ansturm der Massen vorgeschält. Am Sonnabend war diese Menge schnell aufgebraucht. Viele Frauen schälten säckeweise weiter. Beim Kartoffelfest gibt es Gerichte rund um die Knolle - Pommes, Pellkartoffeln, Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, selbst Kartoffelkuchen. Der ganz große Renner aber sind jährlich die handtellergroßen frisch gemachten Puffer. Die erste Proberunde war gerade gebacken, da standen die Besucher schon an, die Schlange hielt sich bis weit in den Nachmittag. Geduldig wurde bis zu einer halben Stunde gewartet auf die Bratlinge mit Puderzucker oder Apfelmus.

Die ersten Besucher waren schon um 0.30 Uhr da, auch wenn das Fest eigentlich erst um 12 Uhr starten sollte. Der Verkauf ging gleich los, Doreen Pahl hatte an der Ausgabe kaum Ruhe. 13 Freiwillige sorgten an ebenso vielen Brätern für ständigen Nachschub an der Puffer-Front. "Es ist schon der Wahnsinn, wie sich das Fest entwickelt hat. Angefangen haben wir mal mit einem Bräter und zwei Fritteusen", erzählte Eckhard Gohlke aus Heinersdorf beim Brutzeln. Für Nachschub an Teig sorgten Rene Benz und Britta Herter. Baby-Badewannen voll stellten sie her. "Wir mussten gerade einen Discounter leer kaufen, weil die Kartoffeln dieses Jahr wegen des vielen Regens wässriger sind. Wir brauchen daher 60 Kilo Mehl mehr", berichteten sie. Nebenan wendete Birgit Rademacher-Wienand in drei Pfannen parallel Bratkartoffeln, Yvonne Pospieszynski bediente mehrere Fritteusen für Pommes.

Die eigentliche Eröffnung fand zur Mittagszeit mit dem Kartoffellied statt. Lothar und Christel Fielauf sowie Maria Schneider bekamen für ihren Auftritt vor vollen Rängen viel Applaus. Dann ging es wieder um das Essen. "Die Puffer sind wirklich lecker", fand Heinz Siedel aus Tempelberg.

Programm gab es aber auch abseits der Kartoffel-Kulinarik: Am Nachmittag trat die Musikschul-Lehrerband auf, später tanzten die United Dancers aus Fürstenwalde und sang der Musikschul-Popchor "Golden Voices". Natürlich gab es auch viele Händler-Stände auf dem Platz - mit Deko-Artikeln, Blumen sogar Honig. Ein Clown baute Tiere aus Luftballons, Landwirt Mario Seefried verkaufte säckeweise Kartoffeln. Der Betrieb aus Behlendorf ist mit seiner diesjährigen Ernte zufrieden. "Es läuft sehr gut", sagte Mona Seefried. Zwei 25-Kilogramm-Säcke lud sich Klaus Radtki aus Platkow (Märkisch-Oderland) in seinen Wartburg-Kofferraum, während auf der Bühne das Programm mit Auftritten der Tempelberger Tänzer weiterging.

2018 steigt das 20. Kartoffelfest - das Jubiläum soll laut der Aktiven sogar noch größer gefeiert werden.

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