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Giesensdorfer Gotteshaus steht seit 300 Jahren

Gottesdienst
Kuchen zum Kirchengeburtstag

Elke Lang / 22.10.2017, 19:16 Uhr
Giesensdorf (MOZ) Innen und außen wie aus dem Ei gepellt, Glockengeläut und Sonnenschein: So präsentierte sich am Sonntagnachmittag die Giesensdorfer Kirche zum Festgottesdienst nicht nur anlässlich ihrer Erbauung, sondern auch ihrer umfassenden Restaurierung.

Am 15. Oktober 1917, hat Pfarrer Kai-Uwe Folgner-Buchheister in der Chronik gelesen, betraten zum 200. Jahrestag der Kirche in einer kleinen Prozession der Pfarrer, der Landrat und der Förster gemeinsam als die örtlichen Autoritäten das Gotteshaus. Zum 300. Jubiläum war der Pfarrer zusammen mit dem Superintendenten Frank Schürer-Behrmann gekommen, und es wurde auch der ehemalige Landrat Jürgen Schröter unter den Gästen gesichtet.

Dass in diesem Jahr das Jubiläum "300 Jahre Giesensdorfer Kirche" ansteht, hatte der Kirchenälteste Horst Wilde herausgefunden. Er ging buchstäblich von Haus zu Haus, um die Gemeindemitglieder zu mobilisieren. Kai-Uwe Folgner-Buchheister erzählte, dass 2015 zuerst nur beschlossen wurde, "ein Fest zu feiern und den Zustand der Kirche bis dahin durch ein paar Verschönerungsarbeiten zu verbessern". Mehr als zwanzig Familien und Einzelpersonen seien daraufhin mit Enthusiasmus ehrenamtlich zu Werke gegangen. Ihnen allen wurde beim Festgottesdienst namentlich gedankt. "Hätten wir damals geahnt, wie umfangreich die Bauarbeiten werden würden, hätten wir es wohl nicht gemacht", lächelte der Pfarrer und kündigte die Musik an: "Schon in der Chronik zum 200. Geburtstag steht geschrieben, dass ein Chor gesungen hat, und zwar der aus Kossenblatt: Diesmal singt wieder ein Chor. Er besteht aus Mitgliedern aus Friedland, Tauche und Lieberose". Der Pfarrer selbst sang unter der Leitung vom "Fahrradkantor" Martin Schulze aus Frankfurt mit.

In seiner Predigt dachte Frank Schürer-Behrmann darüber nach, "wie unendlich weit die Welt entfernt ist von der Zeit, als diese Kirche gebaut wurde. Er zählte auf, was es damals noch nicht gab, und malte aus, wie unendlich schwer der Alltag damals war. "Aus der Chronik kann man viel erfahren, auch zwischen den Zeilen", hatte er erkannt. "Es waren bewegte Zeiten, und diese Menschen aus dieser fernen Welt gingen in diese Kirche, und wir sind dankbar, dass sie immer noch als Gotteshaus und Denkmal steht." In seinen Dank schloss er alle ein, die sie über die Zeiten in Gottesliebe erhalten haben, und die, welche in den zwei Jahren von 2015 bis jetzt mitwirkten, "dass sie wieder im Glanz erstrahlt".

Hauptakteure waren dabei von der Kirchengemeinde Horst und Martin Wilde, Matthias Grahlow sowie der Maler und Restaurator Rostyslav Voronko aus Beeskow. Horst Wilke konnte den Gästen des Festgottesdienstes noch viel Interessantes über den alten Zustand und den neuen erläutern. Anschließend ging es gemeinsam in das "Gutshaus" von Giesensdorf zum gemütlichen Plausch bei Kaffee und Kuchen.

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