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Berliner Illustratoren erzählen Geschichten zu Bildern und Musik im Kindergarten Lunow

Illustrationen
Ein Nachmittag mit Zwiebeln und Ale

Skurrile Mischung aus Bildern und Musik: Illustrator Henning Wagenbreth (links) erzählt mit anderen Grafikern Geschichten zu farbenfrohen Illustrationen, unterlegt mit Musik.
Skurrile Mischung aus Bildern und Musik: Illustrator Henning Wagenbreth (links) erzählt mit anderen Grafikern Geschichten zu farbenfrohen Illustrationen, unterlegt mit Musik. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 31.10.2017, 07:05 Uhr
Lunow (MOZ) Sie erinnerten an die Figuren von Picasso, manchmal auch an flächenhafte Wandmalereien aus dem Alten Reich der Ägypter und dann hätten sie wieder Graffiti an einer Straßenecke sein können.

Es war eine Reise durch eine abstrakte, herrliche, farbenfrohe, eckige, runde, flächige, konturenreiche Welt der Illustrationen, die die Gruppe um Henning Wagenbreth am späten Sonnabendnachmittag in Lunow im Saal des evangelischen Kindergartens an die Wand brachte. Die Berliner Grafiker inszenierten mehrere Geschichten mit Musik und Gedichtversen. Die eine unterhaltsam und witzig, die andere wiederum schaurig und nachdenklich.

So entführten die bunten Illustrationen etwa in die Welt der Pikten, einem Naturvolk, welches vor Jahrhunderten in Schottland zuhause war. Die kleinwüchsigen Menschen, nicht größer als das in ihrer Heimat wachsende Heidekraut, waren in der Lage, daraus köstliches Ale zu brauen. Einem König missfiel dies. Er okkupierte das Land, tötete die meisten der Pikten. Als er den letzten zwei Überlebenden das Geheimnis für den köstlichen Saft abluchsen will, bleiben diese standhaft, lassen ihr Leben dafür. Eine traurige Erzählung, die Henning Wagenbreth, Sophia Martineck, Friedemann Bochow und Lutz Wallroth ohne Blut und mit Schattenbildern auf die Bühne brachten.

Witziger ging es hingegen bei einem Stück über Zwiebeln zu. Unterlegt mit dem Text aus einem Biologiebuch erzeugten die Illustratoren Aufmerksamkeit für das wegen seines strengen Geruchs oft verteufelte Gemüse. Denn das besagte Lauch habe noch jeden zum Weinen gebracht. Über die Leinwand flimmerten dabei skurrile und zum Schmunzeln anregende Gesichter mit Tränen unter, über und aus den Augen. Manche Augäpfel schienen sogar so gereizt, dass sie ihren ursprünglichen Platz verlassen wollten.

"Wir versuchen unserem Publikum ein über die Saison gemischtes Programm zu bieten", sagte Gemeindepfarrer Thomas Berg über die ungewöhnliche Darbietung der bunten Bilder mit Musik. Mit dieser Vorstellung endet die Sommermusik des Pfarrsprengels, so der Pfarrer. Angeknüpft wird im April 2018.

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