Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Pfiffiger Protest
Schlagloch-Golfturnier soll Land zum Straßenausbau bewegen

Mit der pfiffigen Golf-Aktion macht das Dorf landesweit auf den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt aufmerksam.
Mit der pfiffigen Golf-Aktion macht das Dorf landesweit auf den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt aufmerksam. © Foto: MZV
Jürgen Liebezeit / 05.11.2017, 15:31 Uhr
Groß-Ziethen (OGA) Mehr als 200 Personen haben am Sonntag als Zuschauer oder Aktive an der Protestaktion "Schlagloch-Golfen" in Groß-Ziethen teilgenommen. Sie demonstrierten für den sofortigen Ausbau der maroden Dorfstraße.

Ortsvorsteherin Astrid Braun war zufrieden mit der Aktion: "Die Resonanz war überwältigend und es hat allen Spaß gemacht", sagte sie nach der gut zweistündigen Protestkundgebung der pfiffigen Art.

In mehrenen Teams nutzten die Golfspieler, die teilweise auch zu robusteren Cricketschlägern und -bällen griffen, acht der mehr als 150 Schlaglöcher auf der Ortsdurchfahrt. Dabei war es gar nicht so leicht, das richtige Loch zu treffen. Immer wieder wurde der Ball durch Krater oder Verwerfungen aus der Ideallinie bugsiert. Manchmal stoppte auch eine Pfütze den Ball.

Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft das Dorf für den grundhaften Ausbau der Landesstraße 17. "Es wird jedes Jahr schlimmer", sagt Alt-Bürgermeister Gerhard Mittelstädt, der auch am Straßengolf-Turnier teilnahm, seine langjährigen detaillierten Ortskenntnisse aber nicht zum Sieg nutzen konnte. Astrid Braun erinnerte an die Besuche von Ministerpräsident Dietmar Woidke und Verkehrsministerin Kathrin Schneider (beide SPD) vor zwei Jahren. "Mehr als verständnisvolle Worte haben wir nicht bekommen. Die Bürger haben allmählich kein Verständnis mehr für die Weigerung des Landes, unsere Straße in Ordnung zu bringen", so die Ortsvorsteherin: "Wir fühlen uns in Stich gelassen." Das bestätigte auch die frühere Ortsvorsteherin Susanne Biener: "Die marode Straße ist für alle Nutzer gefährlich."

Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) bewertete die Aktion als ein deutliches Zeichen an das Land, zu handeln. Seine Stadt, zu der auch der Ortsteil Groß-Ziethen gehört, gehe mit gutem Beispiel voran. Derzeit werde wenigstens die Befestigung der Randstreifen geplant. Gut 100 000 Euro will die Stadt dafür in die Hand nehmen. Busse hofft, nächstes Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können.

(Kommentar: S. 2, S.2)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG