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Das ehemalige Polizeihochschulgelände entwickelt sich zum zweiten Ortszentrum / Mix aus Gewerbe und Wohnen entsteht

Gewerbe
Basdorf brummt und eifert Bernau nach

Hans Still / 08.11.2017, 05:45 Uhr
Basdorf (MOZ) Auf dem ehemaligen Gelände der Polizeihochschule Basdorf haben etliche Baufirmen die Regie übernommen. Der Rohbau für den künftiger Firmensitz der Firma M+R Filtertechnik steht bereits, der Arbeitersamariterbund feierte jüngst sein Richtfest für eine Tagespflegeeinrichtung.

Wer sich mit Zeit und Muße die Aktivitäten auf dem Polizeihochschulgelände vor Augen führt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was vor Jahren mit einer Million Euro Anschubfinanzierung des Landes durch die Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG) initiiert wurde, trägt unübersehbar Früchte. Basdorf brummt und eifert zumindest an diesem Standort größeren Städten wie Bernau oder Oranienburg nach.

Das neueste Bauwerk entsteht in Sichtweite zur L 100 - die Klosterfelder Firma M+R Filtertechnik lässt eine Produktionshalle mit Verwaltungstrakt errichten. Der Betrieb soll von Klosterfelde nach Basdorf verlagert werden, in Klosterfelde wurde den Filterexperten der Raum zu eng. In den Juni reicht der Kaufvertrag für das 6794 Quadratmeter große Baufeld zurück. Die Klosterfelder legen dank der Neubrandenburger Firma Hochtief GmbH ein beachtliches Tempo vor. Die Neubrandenburger errichten den Rohbau, an diesem grenzt bereits das Stahlgerippe der künftigen Produktionshalle.

Gewusel auch in den zwei ehemaligen Kasernenblöcken der früheren Polizei. Dort entstehen im Auftrag der Wandlitzer Gemeindeverwaltung insgesamt 106 Wohnungen, teilweise barrierefrei und größtenteils mit bezahlbaren Mieten. Der erste Block ist bereits entkernt, gleiches steht dem zweiten Block bevor.

Ebenfalls nicht zu übersehen, die Arbeiten des Niederbarnimer Wasser- und Abwasserverbandes (NWA), der bis zum Jahresende die Trink- und Abwassererschließung beenden will. Von diesen Arbeiten profitiert auch der Arbeitersamariterbund, der im Frühjahr 2018 die ersten Tagesgäste in seiner Pflegeeinrichtung begrüßen möchte. Bis dahin sollte sich auch das Straßennetz verbessern. Durch die NWA-Aktivitäten wurden sämtliche Straßen aufgerissen. Beispielsweise hing auch die wochenlange Baustelle an der L 100 (kurz hinter Esso) mit der Medienerschließung des NWA zusammen.

"Wir können ganz zufrieden sein, die Ideen gehen auf und wir wollen auch 2018 viel erreichen", bilanziert nunmehr Christian Braungard, Wandlitzer Kämmerer und Geschäftsführer der BEG, das bisherige Geschehen. Erst jüngst tagte der BEG-Aufsichtsrat, um die Strategie für das kommende Jahr zu besprechen. Demnach stehen die Signale weiter auf rasantes Wachstum. Nicht anderes ist zu erwarten, wenn die BEG-Geschäftsführung ihre Verkaufsabsichten umsetzen wird. Beispielsweise sollen 25 000 Quadratmeter im südlichen Teil des Areals im Januar 2018 auf den Markt geworfen werden. Gesucht wird ein potenter Großinvestor, der entweder die dort befindlichen Blöcke ähnlich ausbaut, wie die Gemeinde es gerade vormacht oder aber abreißen lässt und eigene Ideen umsetzt. "In diesem Bereich kann eine dreigeschossige Bebauung entstehen, das könnte durchaus interessant sein", ahnt Braungard bereits. Nicht minder interessant: Acht alte Baracken sollen ebenfalls im Paket veräußert werden.

Verständigen konnte sich der BEG-Aufsichtsrat auch auf eine Änderung des Bebauungsplanes. Der südliche Teil erhält ausschließlich die Bestimmung Wohnen, im Norden des Geländes soll die Gewerbenutzung konzentriert werden. Dazu passt das Interesse der Drogeriekette "DM", die in der Gemeinde vorgesprochen hat, um vor dem REWE-Parkplatz einen Markt zu errichten, der 800 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht überschreiten wird. "Die Erschließung wäre sofort gegeben. Wenn der Vertrag zum Jahresanfang 2018 zustande kommt, wird der Baubeginn nicht lange auf sich warten lassen", zeigt sich Braungard optimistisch. Am 7. Dezember tagt die Wandlitzer Gemeindevertretung und wird auch dazu entscheiden.

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