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400000 Euro in Frankendorfer Wasserwerk investiert / Verbindung bis nach Walsleben

Zweckverband
400 000 Euro in Wasserwerk investiert

Bei der Bauabnahme sah sich Geschäftsführer Ralph Bormann (2. v. l.) auch den Vorraum des neuen Reinwasserbehälters an, der zweimal 50000 Liter aufnehmen kann.
Bei der Bauabnahme sah sich Geschäftsführer Ralph Bormann (2. v. l.) auch den Vorraum des neuen Reinwasserbehälters an, der zweimal 50000 Liter aufnehmen kann. © Foto: RA/Markus Kluge
Markus Kluge / 23.11.2017, 21:49 Uhr
Frankendorf (RA) In Frankendorf wird künftig das Wasser im kräftigen und gleichmäßigen Strahl aus dem Hahn und der Duschbrause strömen. Möglich wird das durch das erneuerte und erweiterte Wasserwerk am Rande des Dorfes. Der Zwecksverband Wasser/Abwasser Fehrbellin-Temnitz hat dort rund 400000 Euro investiert.

Der kleine gelbe Vorgängerbau am Ortseingang aus Richtung Rägelin ist nicht verschwunden, allerdings auch nicht wiederzuerkennen. Weil die Technik erweitert wurde, musste ein kleiner Anbau hochgezogen werden. Statt Sonnengelb fängt nun Himmelblau die Blicke ein.

"Wir mussten hier investieren. Das alte Wasserwerk war nicht mehr zeitgemäß und auf dem Stand der Technik", so Zweckverbandsgeschäftsführer Ralph Bormann. Dass das bisherige Wasserwerk etwa 30 Jahre auf dem Buckel hatte, merkten vor allem die Bewohner des Frankendorfer Altdorfes. Laut Bormann mussten die Haushalte dort lange Zeit "mit Schwächen" in Form von Druckschwankungen leben, wenn sie den Hahn aufdrehten oder unter der Dusche standen. Ursache dafür war, dass bisher Grundwasser gefördert, gefiltert und ohne Umwege direkt ins Netz gepumpt wurde, wobei der Druck nicht stabil gehalten werden konnte.

Künftig funktioniert das System anders: Anstatt das Wasser gleich ins Netz einzuspeisen, wird es in zwei neuen, jeweils 50000 Liter fassenden Reinwasserbehältern gespeichert. Von dort aus wird es künftig mit Extrapumpen, die auch für den Druck beziehungsweise Ausgleich sorgen, ins Netz geleitet. Selbst wenn die Feuerwehr einmal Wasser aus dem System zieht, soll sich das dann nicht mehr negativ bemerkbar machen.

Fast ein Jahr ist an dem Wasserwerk und den neuen Reinwasserbehältern gebaut worden. Am 24. November 2016 legten die Bauarbeiter laut Bormann dort los, seit vergangenem Donnerstag ist es wieder am Netz und versorgt neben dem Dorf auch die nahegelegene Putenfarm von Kartzfehn. Der Verband hatte laut Bormann das dortige Wasserwerk übernommen, sich aber dafür entschieden, es vom Netz zu nehmen, da es noch älter als das Frankendorfer war.

Mit dem neuen Werk in Frankendorf hat der Zweckverband auch sein gesamtes Netz noch sicherer gemacht. Laut Trink- und Abwassermeister Thomas Voigt war in den vergangenen Jahren bereits sukzessive eine Verbindung zum Wasserwerk nach Walsleben verlegt worden. Mit dieser Verbindung besteht künftig im Notfall die Möglichkeit, auch Frankendorf von Walsleben aus - und umgekehrt - mit Wasser zu versorgen. "Wenn zum Beispiel mal der Strom ausfällt, haben wir in beiden Orten 100 Prozent Versorgungssicherheit", so Bormann. Den Kunden dürfte das dann gar nicht großartig auffallen. Schließlich war zuvor das Frankendorfer und das Walslebener Wasser untersucht worden, mit dem Ergebnis, dass beide identisch sind.

Gemeinsam mit Helge Biemann vom Ingenieurbüro für Wasserwirtschaft und Verkehrsbau GmbH und den am Bau beteiligten Unternehmen wurde das Wasserwerk am Donnerstag abgenommen. Einen Tag der offenen Tür, bei dem jeder die neue Anlage besichtigen kann, wird es auch noch geben, versprach Bormann.

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