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Traditionelle Veranstaltung zum Totensonntag lockt 25 heutige und ehemalige Einwohner

Tradition
Gemeinsam der Toten gedenken

Gedenken: Traditioneller Totensonntag auf dem Friedhof Groß Eichholz
Gedenken: Traditioneller Totensonntag auf dem Friedhof Groß Eichholz © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 27.11.2017, 05:21 Uhr - Aktualisiert 27.11.2017, 13:55
Groß Eichholz (MOZ) In diesem Jahr sind die Groß Eichholzer, egal, ob sie im Dorf oder in der im Wald gelegenen Kolonie wohnen, nicht einzeln auf ihren Friedhof gegangen, um am Totensonntag ihrer Toten zu gedenken. Es hat sich die Tradition herausgebildet, dass alle drei Jahre die Bläsergruppe der benachbarten Kirchengemeinde Münchehofe zu ihnen kommt und zur Andacht Choräle spielt. Auf dem Friedhof der Kolonie Groß Eichholz hatten sich rund 25 jetzige und frühere Einwohner versammelt, die hier regelmäßig Gräber ihrer Angehörigen pflegen.

In den letzten Jahren aber hat sich sehr viel zum Positiven verändert. Es fällt auf, dass der hintere historische Teil mit seinen alten Grabsteinen wieder würdig hergerichtet wurde. Viele Einwohner und Firmen hatten sich dazu mit eingebracht, einige mit gemeinsamen Arbeitseinsätzen, die Betriebe vor allem durch Sponsoring.

"Es soll nämlich etwas erhalten bleiben, was eine historische Bedeutung hat, denn die Gründung der Kolonie 1786 ist ein Teil der preußischen Geschichte, die sich auch in dieser kleinen Begräbnisstätte widerspiegelt" erklärte Heidi Scheidt. Die geborene Kolonistin war extra aus Bernau gekommen. Sie freut sich, dass in Groß Eichholz nicht, wie es heutzutage allgemein üblich ist, die alten Grabsteine nach zwanzig beziehungsweise dreißig Jahren entsorgt werden. Zu den Helfern gehörten der Burgförderverein Storkow, der sich sehr für die Wahrung historischer Denkmale einsetzt, die Sparkasse Oder-Spree, die Firma Kiesewetter, die unentgeltlich dreißig Tonnen Mutterboden angefahren hatte, sowie Joachim und Wilfried Kraatz sowie Reinhard Woick, welche die Technik zur Verfügung gestellt hatten. Nicht zu vergessen sei der Regionalhistoriker Erich Oehring, der mitgeholfen hat, familiäre Verflechtungen zu klären. Zusammen mit anderen Groß Eichholzern hatte immer wieder Norbert Lenhardt, der jetzt seinen ersten Wohnsitz in Beeskow hat, darauf gedrungen, dass die alten Grabsteine, die von dichtem Gestrüpp überzogen waren, wieder zu Ehren kommen.

Die Arbeiten gehen indes weiter. Es soll im nächsten Jahr ein neuer Zaun errichtet werden. Außerdem wird eine Tafel zur Erinnerung an die Gründung der Kolonie Groß Eichholz aufgestellt.

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