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zu teurer Pflege
Bombe geplatzt

Mathias Hausding
Mathias Hausding © Foto: MOZ
Meinung
Mathias Hausding / 11.12.2017, 19:20 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit Blick auf die Sorgen jener Familien, die nun plötzlich deutlich mehr für einen Heimplatz bezahlen müssen, verbietet sich die Aussage eigentlich.

Dennoch: Vielleicht war es gut, dass in Sachen Pflegekosten mal eine Bombe platzt. Damit alle sehen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Schon viel zu lange machen Bürger und Politiker einen Bogen um dieses Thema.

Spätestens die nun endlich steigenden Einkommen der Pflegekräfte offenbaren einen Realitätsverlust grandiosen Ausmaßes. So ist im Lande die Bereitschaft gering, Vorsorge für die Pflege zu leisten - egal, ob privat oder als Beitragszahler. Aber Leistungen will am Ende jeder haben. Dass das nicht funktionieren kann, ist sonnenklar. Der Widerspruch wurde und wird jedoch tatenlos hingenommen.

Die Pflegeversicherung ist nur eine Teilkasko. Diese Erkenntnis muss sich endlich durchsetzen. Daraus ergibt sich die Frage, wie die Lücke zu schließen ist. Das funktioniert nur mit privatem Engagement und Hilfe vom Staat.

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Paul Müller 12.12.2017 - 13:12:40

Hm, Geld ist offensichtlich genug da ...

... 50 Mrd €/Jahr für die Neuen sind ja offensichtlich auch kein Problem :) Kauder sagt: https://panoramapolitik.de/niemand-hat-durch-die-fluechtlinge-einen-euro-weniger/ der Stau im Geldfluss muss also eine andere Ursache haben ...

Willi Bald 12.12.2017 - 09:23:32

So,so Herr Hausding

"die Bereitschaft ist gering, Vorsorge für die Pflege zu leisten- egal , ob privat oder als Beitragszahler. Aber Leistungen will am Ende jeder haben". Ist Ihnen vielleicht mal eingefallen, dass viele Menschen weder privat noch als Beitragszahler kaum noch mehr belastet werden können aufgrund des geringen Einkommens?

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