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Manfred Richter in Ruhestand verabschiedet

Ruhestand
Bauamtsleiter Manfred Richter verlässt das Rathaus

Abschiedsgeschenk: Seine Kollegen überreichten Manfred Richter (links) ein Bild des Meseberger Künstlers Klaus Baer.
Abschiedsgeschenk: Seine Kollegen überreichten Manfred Richter (links) ein Bild des Meseberger Künstlers Klaus Baer. © Foto: GZ/Sandra Jütte
Sandra Jütte / 12.12.2017, 09:11 Uhr
Gransee (GZ) In 27 Jahren als Bauamtsleiter, zunächst im Kreis und heute im Amt Gransee, hat Manfred Richter nicht nur das Stadtbild von Gransee nachhaltig verändert. Zum Ende des Jahres geht der 64-Jährige in den Ruhestand - und hat vorher noch einige Projekte angestoßen.

Die Granseer Hospitalkirche platzt am Montag aus allen Nähten: Zahlreiche Kollegen und Freunde sind gekommen, um Manfred Richter, seit 15 Jahren der Fachbereichsleiter für Bauen und Finanzen im Amt Gransee, in den Ruhestand zu verabschieden. "Schon Goethe und Schiller hatten erkannt, dass es im Osten viel schöner ist", beginnt Amtsdirektor Frank Stege seine Ansprache und spielt damit darauf an, dass der 64-Jährige gebürtig aus Westfalen stammt. Als Bauherren, der in 27 Jahren mit viel Fleiß und Engagement hier in der Region seine Spuren hinterlassen habe, lobt Stege seinen langjährigen Freund - und überreicht ihm ein Buch mit den Bauprojekten, die der studierte Architekt in seiner Zeit als Bauamtsleiter, zunächst in der Kreisverwaltung und später in der Amtsverwaltung, umgesetzt hatte.

Und dass waren einige: So war Manfred Richter etwa federführend beim Neubau der Dreifelderhalle auf dem Sportplatz und dem Feuerwehrtechnischen Zentrum an der Berliner Straße, aber auch bei etlichen Schulen, Krankenhausgebäuden und Straßen in Oranienburg und dem Landkreis. Eine Herzensangelegenheit von ihm war und ist zudem das Kloster-Ensemble in der Granseer Altstadt, dessen Umbau zum Bildungs- und Kulturzentrum mit dem gerade abgeschlossenen Architektenwettbewerb nun konkret wird. "Es ist schön, dass es da endlich losgeht", sagt der Rönnebecker in seiner gewohnt ruhigen Art.

Dass Manfred Richter noch immer in seiner Arbeit aufgeht, merkt man schon daran, dass er lieber darüber spricht als über sein Privatleben. Denn schließlich schaffe er mit seiner Arbeit etwas, "das bestehen bleibt", findet der 64-Jährige. Als er Mitte der 1980er-Jahre nach Rönnebeck zieht - mit der "Liebe seines Lebens", seiner Frau Ines - baut er einen der ersten Spielplätze auf dem Granseer Platz der Jugend auf. Zu der Zeit war er vorübergehend als Spielzeugmacher tätig. "Hier schließt sich ein Kreis von meinem Anfang hier bis zum Berufsende", sagt Manfred Richter und meint damit die Spielplatzeröffnung in diesem Jahr an der Straße des Friedens. Schnell erkennt der damalige Landrat von Gransee, Burkhard Voigt, das bauplanerische Talent und holt den Architekten in die Kreisverwaltung. Als "Quereinsteiger" wird er dortiger Bauamtsleiter.

Am 2. Februar 2003 ergibt sich die Möglichkeit, ins Amt Gransee zu wechseln und damit neue Aufgaben zu übernehmen. Ab da ist Manfred Richter ebenso für die Finanzen verantwortlich. Für den 64-Jährigen kein Widerspruch: "Wer bauen will, muss auch das Geld haben", sagt er. Außerdem habe er immer ein tolles Team hinter sich gehabt. Mit diesem seien Ideen wie die Auslobung des Baukulturpreises oder die Umgestaltung des Bahnhofes samt Umfeld entstanden - ein weiteres Projekt, das er hinterlässt. Spaß habe ihm zudem die Arbeit im Aufsichtsrat der Gewo - als Vertreter von Wolfgang Kielblock bleibt er dort erhalten - und als Geschäftsführer der zugehörigen Tochter, der Wärme- und Servicegesellschaft, gemacht, mit der er "für bezahlbare Mieten sorgen" konnte. "Man muss aber auch mal abgeben können", findet Manfred Richter und er fügt hinzu: "Ich gehe mit einem guten Gefühl."

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