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Fußball-Kreisliga: Löwenberger SV fordert Tabellenführer alles ab

Großer Kampf zum Abschluss einer durchwachsenen Halbserie

Dagegengehalten: Andreas Sohny (Mitte, hier im Zweikampf gegen Alexander Czech) bot Oberkrämer die Stirn. Am Ende gab es aber dennoch eine 0:1-Niederlage.
Dagegengehalten: Andreas Sohny (Mitte, hier im Zweikampf gegen Alexander Czech) bot Oberkrämer die Stirn. Am Ende gab es aber dennoch eine 0:1-Niederlage. © Foto: GZ/Steffen Kretschmer
Steffen Kretschmer / 12.12.2017, 13:40 Uhr
Löwenberg (GZ) "Das eine Tor war der 1. SV Oberkrämer besser", sagte Holger Bartel. Anstatt jedoch lange damit zu hadern, am Sonnabend als knapper Verlierer das Spielfeld beim Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga West verlassen zu haben, überwog beim Trainer des Löwenberger SV der Stolz. "Ich bin absolut zufrieden, dass wir uns auf einem schwierig zu bespielenden Boden so teuer verkauft haben."

Die LSV-Jungs beeindruckten Bartel - "das war ein Riesenkampf. Jeder war für den anderen da. Oberkrämer hat uns nicht vorgeführt". Und auch der Gegner zollte den Löwenbergen Respekt. Der 1. SVO bekam zu spüren, dass einem im Kampf um die Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisoberliga überhaupt nichts geschenkt wird. Mannschaften wie der LSV hauen sich rein, um es Oberkrämer so schwer wie möglich zu machen. "Löwenberg hat das wirklich clever gemacht", lobte Matthias Schreiber. Dem Interimstrainer des Kreisliga-Spitzenreiters war nicht entgangen, "dass uns unser Gegner dazu bekommen hat, langsam zu spielen".

Defensiv trat Löwenberg sehr kompakt auf. Der Tabellenneunte der Kreisliga stand sehr tief und ließ auf diese Weise wenig zu. Allerdings strahlte die Offensivabteilung zu wenig Gefahr aus, um Oberkrämer vor ernsthafte Probleme zu stellen. "Umso bitterer ist es, dass wir in der ersten Hälfte einmal geschlafen und das 0:1 kassiert haben", sagte LSV-Kapitän Andreas Sohny.

"Dass wir nach zwei, drei Halbchancen nach der Pause gar nicht mehr gefährlich wurden, war auch dem geschuldet, dass wir nicht wechseln konnten. Das hat sich bemerkbar gemacht." Genau aus diesem Grund kommt für Sohny die Winterpause - Löwenberg hätte am letzten Vorrundenspieltag gegen Bärenklau antreten müssen, das sich aber vom Spielbetrieb zurückzog - "sehr gelegen".

Vom ausgegebenen Ziel, unter die besten sechs Mannschaften der Staffel zu kommen, ist Löwenberg derzeit etwas entfernt. In der zweiten Saisonhälfte ist für das Team aber noch alles möglich, um mit guten Leistungen zu den vorderen Mannschaften aufzuschließen.

"Wir hätten vier, fünf Zähler mehr haben müssen", bedauert LSV-Coach Holger Bartel. Seine Jungs hätten einige Spiele aber abgeschenkt und in diesen Duellen nicht die notwendige Einstellung an den Tag gelegt, welche es laut Bartel braucht, um in der Kreisliga zu bestehen. Andreas Sohny konkretisiert jene "abgeschenkten Partien": Er sprach von "kläglichen Auftritten in den Derbys gegen Grüneberg und Häsen". Und auch in Marwitz sei die Niederlage völlig unnötig gewesen, bilanzierte Sohny.

Löwengbergs Trainer und die Mannschaft haben sich deshalb für die Rückrunde einiges vorgenommen. Noch Möglichkeit noch ein paar Plätze in der Tabelle nach oben zu klettern, steht nun auf der Agenda des Kreisligisten. Die Stimmung sei gut, sagt Sohny. Und auch der Kader könnte zur zweiten Saisonhälfte etwas breiter aufgestellt sein. Mit Ricardo Sitte und Mathias Feiler stehen zwei Spieler vor einer Rückkehr in den Kader. "Wir rechnen damit, dass sie bald zu uns stoßen werden", freut sich Sohny.

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