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Löwenberger Strick-Omas fertigen für junge Eltern und ihren Nachwuchs Babysachen an

Strick-Omas für Eltern und Babys im Einsatz

Masche an Masche: Raela Thurmann, Anita Krell, Ilse Lange, Christina Röper, Ilse Fründ und Elfriede Kloss (v.l.) mit den Söckchen, die nun über die Krankenkasse DAK an junge Eltern verschenkt werden.
Masche an Masche: Raela Thurmann, Anita Krell, Ilse Lange, Christina Röper, Ilse Fründ und Elfriede Kloss (v.l.) mit den Söckchen, die nun über die Krankenkasse DAK an junge Eltern verschenkt werden. © Foto: GZ/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 12.12.2017, 14:04 Uhr
Löwenberg (GZ) Wie viele Schühchen, Socken und Babymützen genau auf dem Tisch im Löwenberger Treffpunkt der Christlichen Bürgerhilfe liegen, konnten auch die Löwenberger Strick-Omas nur schätzen. Fest steht aber: Es sind viel mehr als 365. Denn allein Sigrid Basteck aus Teschendorf hat das Jahr über pro Tag ein solches Paar gestrickt.

Raela Thurmann, stellvertretende Dienststellenleiterin des DAK-Servicecenters am Berliner Alexanderplatz, ist am Montag wieder einmal nach Löwenberg gekommen. Im Gepäck hat sie dutzende Pakete mit Wolle, die für die strickenden Omas aus dem Löwenberger Land bestimmt sind. Das ist auch wichtig, denn der Platz im Auto wird gebraucht, um die von den Damen angefertigten Strickwaren wiederum mit zurück nach Berlin zu nehmen. Bestimmt sind sie als Begrüßungsgeschenk der Krankenkasse an junge Eltern, wenn sie ihren Nachwuchs anmelden. Insofern ist sind die Farben Weiß und Orange durchaus bewusst gewählt, weil sie sich in den Buchstaben des Namenslogos wiederfinden. Dass den jungen Eltern die Geste gefällt, dafür spricht, dass die Strickwaren längst nicht mehr nur im Center auf dem Alex, sondern auch in den kleineren in den Berliner Stadtteilen abgegeben werden. "Die Eltern haben sogar danach gefragt", erklärt Raela Thurmann, und mit ihr freuen sich auch die Strick-Omas darüber. "Es ist toll, dass unsere Arbeit so angenommen wird", stellt Elfriede Kloss fest. "Wir machen das gern, weil die Kinder und Eltern davon was haben. Aber wir Alten haben davon auch was", ergänzt sie mit einem verschmitzten Lächeln und verweist auf einen Beitrag aus dem US-Fernsehen. Darin sei festgestellt worden, dass Stricken nicht nur die Fingerknochen gelenkig halte, sondern vor allem eine ideale Trainingsmöglichkeit sei, um die Gehirnaktivitäten anzuregen. "Wer strickt, der muss gut sehen können. Doch ebenso gefragt ist das Kombinieren der Farben und Muster, ganz zu schweigen vom Beherrschen Stricktechnik selbst", erklärt Elfriede Kloss weiter.

Für die DAK-Mitarbeiterin ist es am Montag bereits das dritte Treffen mit den Seniorinnen im Löwenberger Land. Vor zwei Jahren ist die Aktion gemeinsam von Mathias Creifelds, der damals die Zehdenicker Geschäftsstelle der DAK leitete, und Sylke Falkenberg, die Chefin der Christlichen Bürgerhilfe Löwenberg, ins Leben gerufen worden. Emsig gestrickt wird seither unter anderem in den Ortsgruppen der Bürgerhilfe in Grüneberg, in Löwenberg, in Grieben, Glambeck und Teschendorf, wie die vielen Babysachen belegen.

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