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zum privaten Autobahnbau
Teurer Irrweg

Harriet Stürmer
Harriet Stürmer © Foto: MOZ/Gerd Markert
Meinung
Harriet Stürmer / 17.12.2017, 13:20 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Auf den ersten Blick scheint es ein guter Deal zu sein: Der Staat lässt seine Autobahnen von privat bauen - spart dabei Zeit und vor allem viel Geld. Und das Gegenüber profitiert 30 Jahre lang von den Maut-Einnahmen.

Neun Millionen Euro kostet jeder Kilometer Autobahnstrecke in Deutschland, wenn die öffentliche Hand plant, walzt und planiert. Private Unternehmen schaffen den Kilometer für acht Millionen. Kein Wunder also, dass sich Politik und Wirtschaft begeistert zeigen von der Idee der Privatisierung und sie als großen Gewinn für alle loben. Doch leider sind sie mit dieser Annahme mitunter auf einem teuren Irrweg, wie das Beispiel Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen zeigt.

Dort droht einem Privatbetreiber die Pleite, weil viel weniger Verkehr über die Strecke rollt als veranschlagt und die Maut-Einnahmen entsprechend geringer ausfallen. Um die Lücke zu schließen, fordert das Konsortium 700 Millionen Euro vom Staat. Dafür hätte die öffentliche Hand selbst bauen können - und sogar noch billiger.

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