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Regionalpark Barnimer Feldmark zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres

Bilanz
Ein Konzept zur E-Mobilität

© Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 18.01.2018, 06:54 Uhr
Blumberg (MOZ) Für das Jahr 2017 hat der Regionalpark Barnimer Feldmark eine positive Bilanz gezogen. Einige Projekte konnten abgeschlossen oder fortgeführt werden.

"Mit unserem Landschaftstag sind wir gewissermaßen ins Jahr gestartet", sagte der Vorsitzende des Regionalpark-Vereins, Torsten Jeran. Unter dem Motto "Weitermachen.Weitersagen.Weiterdenken" habe man im März in Werneuchen rund 50 Teilnehmer begrüßen können. In Vorträgen sei es unter anderem um das Spannungsfeld zwischen Denkmal- und Naturschutz am Beispiel des Schlossgutes Altlandsberg (Märkisch Oderland), die "IGA vor Ort"-Projekte, aber auch um Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung des Landschaftsrahmenplans gegangen.

Ein wichtiges Thema im Regionalpark war auch die E-Mobilität. Die Auftaktveranstaltung gab es im Frühjahr in Ahrensfelde. "Inzwischen liegt eine entsprechende Konzeption vor", so Jeran. Geplant sei in diesem Zusammenhang die Schaffung einer Verleih- und Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Es solle ein "ergänzendes, umweltgerechtes und bezahlbares Mobilitätsangebot" für Bürger und Kommunen werden."Wie machen in den kommenden Monaten die ersten Schritte zur Umsetzung", sagte der Vereinsvorsitzende. Das Konzept hatte fast 70 000 Euro gekostet, vier Fünftel der Summe förderte das Bundesministerium für digitale Infrastruktur und Verkehr.

Deutliche Fortschritte gab es 2017 auch beim digitalen Regionalmarketing. Die Ergebnisse des einjährigen Projektes: gemeinschaftliche Präsentation der Feldmark im Internet, Eintragung neuer Rad- und Wandertouren in häufig genutzten Portalen sowie Erarbeitung von Leitfäden für Social Media. 80 Prozent der Kosten in Höhe von insgesamt 37 000 Euro wurden über das LEADER-Programm gefördert.

Im Naturschutzgebiet "Faule Wiesen" in Schönow hat der Regionalpark-Verein die Trägerschaft für die Pflege ausgewählter Bereiche übernommen. Damit unterstütze man die Untere Naturschutzbehörde und die ehrenamtlich tätigen Menschen aus dem Bernauer Ortsteil, sagte Jeran. Zunächst gehe es dabei um die Eindämmung des Japanischen Staudenknöterich und die Pflege der Orchideenwiese im nördlichen Teil. Darüber hinaus solle die Entwicklung der dortigen Flora beobachtet und dokumentiert werden.

Ferner konnten im abgelaufenen Jahr auch die Voruntersuchungen zur Sanierung von Ackerkleingewässern im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Börnicke abgeschlossen werden. "Die Sölle sind ein wichtiges Kulturgut und Lebensraum geschützter Arten", betonte der Vereinsvorsitzende. Durch den Klimawandel, aber auch fehlende Pflege kämen beispielsweise Rotbauchunken und Kammmolche nur noch vereinzelt vor. Durch die Untersuchung des Bodens und der Wasserqualität habe man die Voraussetzungen für eine mögliche Sanierung schaffen können, so Jeran.

Im Sommer konnte schließlich der sanierte Gutspark in Tiefensee der Öffentlichkeit übergeben werden. Bei dem Vorhaben - die Bauzeit betrug rund neun Monate - hatte der Regionalpark Barnimer Feldmark koordinierende Aufgaben übernommen. Die Stadt Werneuchen und die Europäische Union investierten rund 250 000 Euro. Die Sichtachsen wurden gestaltet, es entstanden ein Kleinstkinderspielplatz mit Buddelkasten sowie Parkbänke für Einwohner und Ausflügler.

Zahlreiche Veranstaltungen standen ebenfalls auf dem 2017er-Programm. Dazu gehörten sicher als Höhepunkt das Regionalparkfest mit Kunst, Kultur und Sport sowie rund 1500 Besuchern im Lenné-Park Blumberg, der einen Tag später stattgefundene Regionalparklauf mit rund 275 Teilnehmern sowie die Beteiligung am Altlandsberger Sattelfest, am "Brandenburger Reisemarkt" im Ostbahnhof sowie am Weihnachtsmarkt in Werneuchen.

Für dieses Jahr kündigte Jeran wieder einen Landschaftstag an, der am 24. März in Bernau stattfinden wird. Dort soll das Thema "Mobilität" im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stehen. Gastgeber des Regionalparkfestes ist am 30. Juni die Stadt Werneuchen.

"Erfreulich ist, dass wir nun jährlich 80 000 Euro erhalten", betonte Jeran. In dieser Größenordnung sei dies erstmals der Fall. "Dadurch haben wir eine gewisse Planungssicherheit".

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