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Königstransfer beim Tabellenletzten

Verstärkung für das Schlusslicht: Andreas Heidrich wird für den SV 69 Schönberg alles daran setzen, den drohenden Abstieg in die Fußball-Kreisliga zu verhindern.
Verstärkung für das Schlusslicht: Andreas Heidrich wird für den SV 69 Schönberg alles daran setzen, den drohenden Abstieg in die Fußball-Kreisliga zu verhindern. © Foto: MZV
Matthias Haack / 22.01.2018, 22:32 Uhr
Schönberg (RA) Neue Spieler in der Winterpause zu verpflichten - das ist verdammt schwierig. Doch den Fußball-Kreisoberligisten Eintracht Alt Ruppin und SV 69 Schönberg ist das gelungen. Mehr noch: Alle sind sofort spielberechtigt.

Den Schönbergern ist sogar der ganz große Coup gelungen: Sie holten Andreas Heidrich vom Klassenkontrahenten Zernitzer SV. Heidrich stand auch schon für den Oberligisten Eberswalde und Neustadt zwischen den Pfosten. Nachdem er in Zernitz wohnt, zog es ihn zwar zwischenzeitlich zum Landesklasse-team nach Lindow. Das ist sein Heimatverein. Jedoch war der Aufwand (eine Stunde Fahrzeit) so groß, dass er kürzer treten wollte und sich vor Ort in den Dienst des ambitionierten Zernitzer SV stellte. Nur hat der Tabellenerste mit Philipp Sell einen jungen Mann zwischen den Pfosten, wogegen beim SV 69 die Luft brannte. Nur mit Mühe rettete sich der ehemalige Landesklasse-Vertreter in die Winterpause. Er pfiff auf dem letzten Loch. Lediglich vier Punkte hat die ausgedünnte Elf von Trainer Torsten Grusa aus zwölf Partien geholt. Das rettende Ufer ist acht Punkte entfernt, aber nicht außer Sicht, legt sich Grusa fest und gibt gleichzeitig eine Kampfansage an die Konkurrenz heraus.

Zwar werden in diesen Tagen zwei, vielleicht drei das Team des SV 69 verlassen, aber die drei Neuen sind eine Hausnummer: Danny Barth spielte für Kyritz und später für eine Potsdamer Mannschaft. Auch David Brodde trug schon das Trikot von Rot-Weiß Kyritz, zuletzt für Nackel. Ein vierter Kandidat stehe in den Startlöchern, erwähnte Grusa. Doch das Treffen am Sonnabend beim Subaru-Cup kam nicht zustande. Um so mehr zauberte Andreas Heidrich den Schönbergern ein Lächeln auf die Lippen. Bester Keeper des Hallenturniers und schon kam der Satz aus der Mannschaft: "Da hat unser Vorstand war sehr Gutes gemacht", so Torsten Grusa zum Einstand des 41-Jährigen. "Das ist eine ganz feine Sache vom Zernitzer SV, dass wir Andy ohne Sperre bekommen." Wenn auch nur zunächst für ein halbes Jahr. Aber er soll der Schönberger Defensive den Halt geben, der nötig ist, "damit nicht jede Kugel drin ist". Grusa sieht davor Brodde als Manndecker oder als Libero agieren, vielleicht auch Barth. "Vieles hängt von den Gesprächen mit der Mannschaft ab. Ich lege mich nicht fest, vielleicht passt es ja in einer neuen Konstellation besser", zeigte sich Grusa offen. Unter anderem drängt sich Christian Heik auf, seinen Defensivposten zu verlassen, "wo er aus meiner Sicht überzeugt hat". Wichtig sei, dass in der gesamten Defensive ordentlich gearbeitet wird.

Die Sorgen waren im Herbst so groß, weil Wochenende-Dienste den Kader torpedierten und das Lazarett gewaltige Ausmaße annahm. Sebastian Wilke hemmte eine Sprunggelenkverletzung, Alexander Nowitzki ein Meniskusschaden. Matthias Rogsch zog sich einen Kreuzbandriss zu. Falk Schumacher hatte sich berufsbedingt nur bedingt zur Verfügung stellen können. Er wird nun gänzlich fehlen. Kevin Grimm zieht es familiär nach Pessin. Noch sei das letzte Wort nicht gesprochen, aber die Signale stehen auf Abschied.

An der Kaderstärke werde folglich nicht wesentlich geschraubt, aber an den Optionen für den Trainer. Nur zwei Tests sind ins Auge gefasst: Am 25. Februar gegen Kreisligist Sieversdorf und an einem Freitagabend gegen die A-Junioren aus Neustadt. Dass das Nachholspiel gegen Eiche Weisen wirklich am 18. Februar angepfiffen wird, bezweifelt Torsten Grusa. Somit beginnt die Aufholjagd des abgeschlagenen Schlusslichtes am 4. März in Hoppenrade.

An jenem ersten Sonntag im März steht dem Ligaprimus Eintracht Alt Ruppin eines seiner Hammerspiele ins Haus. Gegner ist dann der Langener SV. Eine Heimniederlage des erfrischend aufspielenden Aufsteigers käme bereits dem Abschreiben des Titels gleich. Daher sah sich Trainer Christoph Sperberg am Sonntag die auf drei Positionen veränderte Alt Ruppiner Elf in deren Testspiel gegen überforderte Perwenitzer (1.Kreisklasse Haveland, 5:1-Sieg) an. Samba Moussa kam von TuS Dabergotz, Omar El-Habib Kahloul von TSV Wustrau. Einen glänzenden Einstand feierte Fabian Funk mit einem Tor. Der Dossower soll in der Offensive Fahrt aufnehmen.

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