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Rücktritte und Erklärungen

Hoppegartener werfen das Handtuch

Margrit Meier / 01.02.2018, 07:33 Uhr
Hoppegarten (MOZ) In Hoppegarten dreht sich derzeit enorm das Personalkarussell in der Gemeindevertretung. Nachdem Klaus Otto (Linke) schon vor einiger Zeit angekündigt hatte, aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten als Vorsitzender der Gemeindevertretung abzugeben, ist vor Kurzem Christian Arndt (FDP/FW/B 90/Grüne) gewählt worden. Der Stellvertreterposten sollte an Norbert Norden von der Freien Fraktion vergeben werden. Doch das war offenbar nicht allen recht. Überraschend wurde Ruth Schaefer (Linke) ins Spiel gebracht, die auch in diesem Ehrenamt von einer Mehrheit bestätigt wurde.

Doch es geht weiter: Aufgrund der Querelen im Ortsteil Münchehofe um den Containerdienst der Firma Brieskorn hat die Christdemokratin Andrea Knihs ihren Rücktritt aus dem Ortsbeirat erklärt. Ihr Mandat als Gemeindevertreterin behält sie bei. Bereits vor einiger Zeit ist Annette Thoms aus dem Ortsbeirat ausgeschieden. Laut Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) sind nun für den Ortsbeirat Neuwahlen notwendig, denn der besteht nun nur noch aus Klaus Otto. Diese sind für den 24. Juni angesetzt. Da der Ortsbeirat nicht mehr beschlussfähig ist, kann er auch nicht mehr in den Ort betreffende Verfahren einbezogen werden.

Nun hat Gemeindevertreterin Karin Kollecker (SPD) das Handtuch geworfen. Sie hat ihr Mandate als Gemeindevertreterin und als Mitglied des Ortsbeirates in Hönow niedergelegt. Ihr folgt ab sofort Steffen Molks, der bisher als sachkundiger Einwohner der SPD im Bauausschuss und im Sonderausschuss zum Schulneubau mitgearbeitet hat.

Karin Kollecker hat am Dienstag im Hauptausschuss ihren Rücktritt erklärt. Sie führt zunächst persönliche Gründe an. Und weiter: "Für den vollständigen Mandatsverzicht ... habe ich mich entschieden, weil nach meinem Eindruck in der Gemeindevertretung eine sinnvolle Arbeit mit sachbezogenen Entscheidungen zum Wohle der Gemeinde derzeit nicht möglich ist", heißt es in ihrer persönlichen Erklärung. Und weiter: "Die teils unsachlichen Diskussionen mit Äußerungen beleidigenden Charakters von einigen Gemeindevertretern bin ich nicht länger gewillt, in meiner Freizeit zu erleben. Auch versuchen nach meiner Meinung inzwischen einige Gemeindevertreter, ihre Mandat zur Durchsetzung persönlicher Interessen zu nutzen. Das Arbeitsklima hat sich deshalb seit 2014 leider erheblich verschlechtert." Die unsachlichen Bemerkungen könnten sich u. a. auf einen verbalen Angriff von Christian Arndt beziehen, der Karin Kollecker vor Kurzem öffentlich vorgeworfen habe, sie berufe nur deshalb öfter den zeitweiligen Ausschuss für den Schulneubau ein, weil sie das Sitzungs- und Protokollgeld brauche.

Karin Kollecker schreibt abschließend: "Der Hauptverwaltungsbeamte (das ist der Bürgermeister Knobbe/d. A.) trägt mit seiner Art, Anfragen aus der Gemeindevertretung selten zeitnah und oft überhaupt nicht zu beantworten, zum schlechten Arbeitsklima bei."

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