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PCK Schwedt spendiert den Eltern der Drillinge Emmi, Lotte und Pauline die Energiekosten für ein Jahr

Nachwuchs
Wärme für Charlies drei Engel

Michael Dietrich / 01.02.2018, 21:00 Uhr - Aktualisiert 01.02.2018, 21:59
Meyenburg (MOZ) Die PCK Raffinerie schenkt den Drillingen Emmi, Lotte und Pauline ein Jahr Wärme. Die Eltern Carolin Oertwig und Christopher Riemer sind beide PCK-Mitarbeiter. Am Donnerstag besuchte PCK-Chef Wulf Spitzley die "PCK-Drillinge" in Meyenburg.

Der Arbeitgeber war sichtlich stolz auf so viel Nachwuchs seiner Mitarbeiter und meldete "PCK hat Drillinge bekommen". Geschäftsführer Wulf Spitzley besuchte die junge Familie am Donnerstag mit einem großen Blumenstrauß, drei Paar Babysocken sowie einem Heizstrahler als Geschenk. "Der ist nur symbolisch. PCK schenkt Ihnen ein Jahr Wärme. Wir übernehmen Ihre Energierechnung für ein ganzes Jahr", erklärte Wulf Spitzley.

Die Freude bei den jungen Eltern der Drillinge war groß. Carolin Oertwig und Christopher Riemer wohnen seit drei Jahren in ihrem Haus in Meyenburg, haben vor zwei Jahren Sohn Charlie bekommen und rechneten nun mit einem zweiten Kind, aber nicht damit, plötzlich eine sechsköpfige Familie zu ernähren. Jetzt können sie natürlich jede Hilfe gut gebrauchen. Und ein Jahr lang nicht auf die Uhr für das Heizgas und den Zähler für die Stromlieferung schauen zu müssen, ist eine willkommene Unterstützung.

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PCK Drillinge begrüßt

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Alles ist plötzlich zu klein. Das Haus, das Kinderzimmer, das eine Bad, die Haushaltskasse sowieso und das Maß an Schlaf, das ihnen momentan bleibt. Nach einem Zeitungsbericht über ihr Drillingsglück, sie nennen es "Drei Engel für Charlie", haben sie zumindest schon eine Haushaltshilfe gefunden. Ein Architekt will sie demnächst besuchen und über Möglichkeiten für einen Aus- oder Anbau am Haus beraten.

PCK-Chef Wulf Spitzley kann in puncto Mehrlingsgeburt zumindest teilweise mitreden. Er ist Vater von Zwillingstöchtern, die mittlerweile 27 sind und in Amerika leben. Jetzt tauscht er sich mit den beiden jungen Eltern darüber aus, in welcher Schwangerschaftswoche die Kinder auf die Welt geholt wurden, wie das geht, alle gleichzeitig zu stillen und woran die Eltern die Drei auseinanderhalten können.

Am Donnerstag war übrigens Emmis, Lottes und Paulines errechneter Geburtstag nach neun Monaten. Tatsächlich kamen sie schon am Nikolaustag in der Helios-Klinik in Berlin-Buch zur Welt. Inzwischen wiegen die dreieiigen Zwillingsschwestern schon 3,1 bis 3,4 Kilogramm, beweisen erste Unterschiede bei Hunger, Schlaf und Schreivermögen. "Drei Stunden haben sie schon mal alle gleichzeitig durchgeschlafen", verrät der 23-jährige Christopher Riemer. Natürlich sind die beiden geschafft, sie wirken trotzdem erstaunlich ruhig und ausgeglichen, scherzen über die Anstrengungen oder die vielen Herausforderungen, die nun auf sie warten. Derzeit okkupieren die Drillinge das Wohnzimmer, der Eßtisch ist zum Wickeltisch mutiert und das eigentlich geplante Bauvorhaben, ein Stall für die drei Pferde von Christopher, muss wohl vorerst noch ein bisschen warten. Und der "große" Bruder der drei Engel fordert freilich ebenso sein Recht auf seine Eltern.

"In der Familie gab es schon Zwillinge", erzählt die 29-jährige Drillingsmutter, "aber selbst auf zwei Kinder waren wir nicht vorbereitet." Die erste Diagnose nach dem Ultraschall lautete Zwillinge, etwas später dann wurde auch Kind drei entdeckt. "Heute möchte ich unsere Engel nicht mehr missen, aber als wir damals erfuhren, dass es keine Jungs sind, haben wir erst mal eine halbe Stunde nicht mehr miteinander gesprochen", verrät Carolin Oertwig ihrem Chef.

Inzwischen sind Charlie und seine Eltern mächtig stolz auf ihre drei Engel. In einem Brief an den Volkswagen-Vorstand, den die Eltern im Namen von Charlie schrieben, schilderten sie, was nun alles auf sie zukommen würde. VW antwortet Charlie, schenkte der Familie einen Kinderwagen für Drillinge und einen ordentlichen Zuschuss für den Kauf eines Multivan.

Wie man mit Drillingen klar kommt, auf welche Hilfen und Kniffe andere kommen, das tauschen sich die jungen Eltern mit anderen Drillingseltern aus der Klinik oder in Internet-Foren aus. Lustig finden beide, welche Theorien andere haben, wie es zu Drillingen kommt. "Die Vermutungen reichten von Dauersex bis zu teuren Hormonbehandlungen", erzählt Carolin und lacht.

Nachbarin Heike Moritz hat da eine ganz andere Vermutung. "Wer so nah an unserem Storchennest baut, braucht sich über Kinderreichtum nicht wundern", erzählt die Pensionsbetreiberin.

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