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Zeitdruck
Molchowbrücke soll zum Sommer fertig sein - falls alles klappt

Kein Durchkommen: Seit einem Jahr hat sich an der Molchowbrücke nichts getan, nachdem lange um die Gestaltung des Neubaus gerungen wurde.
Kein Durchkommen: Seit einem Jahr hat sich an der Molchowbrücke nichts getan, nachdem lange um die Gestaltung des Neubaus gerungen wurde. © Foto: MZV
Siegmar Trenkler / 09.02.2018, 06:16 Uhr
Molchow (MOZ) Die Zeit wird eng, um den geplanten Brückenneubau in Molchow noch rechtzeitig zur Hauptsaison fertigstellen zu können. Doch das ist noch immer das Ziel der Verwaltung. Allerdings gibt es viele Unwägbarkeiten. "Wir müssen die landschaftspflegerische Begleitplanung weiter detaillieren", hatte Neuruppins Baudezernent Arne Krohn im Bauausschuss erklärt. Zudem wurden in dieser Woche die letzten Auflagen ins Leistungsverzeichnis der Ausschreibung eingearbeitet. Aktuell ist geplant, diese in der zehnten Kalenderwoche zu veröffentlichen, wie Bauamtsleiterin Marga Reinus jüngst berichtete. Ab dann haben Firmen zwölf Wochen lang die Möglichkeit, ihre Gebote einzureichen.

Vorausgesetzt, es melden sich genügend Betriebe mit einem Preis, der den Ansätzen der Verwaltung entspricht, kann die Vergabe zeitnah erfolgen. Im Haupt- und Finanzausschuss im April könnte der Zuschlag erteilt werden. Erst danach sind die eigentlichen Abstimmungen mit der Firma möglich. Sollten sich dabei Schwierigkeiten - etwa mit Lieferanten - offenbaren, wird der avisierte Fertigstellungstermin schnell in weite Ferne rücken.

Für die Molchower würde das bedeuten, dass sie einen zweiten Sommer mit dem zweigeteilten Ort leben müssten. Die Bewohner haben sich zwar teilweise mit der Situation arrangiert. So weisen im Dorf seit knapp einem Jahr Hinweisschilder auf einen privaten Fährservice hin. Wer diesen anruft, wird kostenlos mit einem Ruderboot übergesetzt. Eine endgültige Lösung ist das aber nicht. Zumindest konnten Gäste des Ortes aber das River-Café auf der anderen Seeseite besuchen.

Die Verzögerung beim Brückenbau ist durch die Diskussion um die Gestaltung entstanden (RA berichtete). Gerade neu zugezogene Molchower seien es gewesen, die sich gegen den ersten Entwurf der Stadt gewehrt hätten, hatte Neuruppins Kämmerer Willi Göbke am Mittwoch bei einer Veranstaltung im Neuruppiner Haus der Begegnung erklärt. So war von Molchowern und ihrem Ortsvorsteher Uwe Schürmann wiederholt die Befürchtung geäußert worden, das Landschaftsbild werde verschandelt. Daraufhin hatte die Verwaltung den Entwurf überarbeiten lassen, um mehr auf die Sorgen der Einwohner einzugehen. Doch die hatten bis zuletzt auch gegen den erzielten Kompromiss gewettert und der Stadt sogar vorgeworfen, die in einem Kostenvergleich der Entwürfe aufgeführten Zahlen seien falsch. Schließlich hatte Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) die monatelange Diskussion beendet, um die Fertigstellung in diesem Jahr nicht weiter zu gefährden. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, muss sich nun in den kommenden Monaten zeigen.

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