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Koch-Institut registriert nur in wenigen Regionen eine stark erhöhte Gefahr

Koch-Institut
Grippewelle verschont die Mark

Das Robert-Koch-Institut registriert nur in wenigen Regionen eine stark erhöhte Gefahr einer Grippewelle.
Das Robert-Koch-Institut registriert nur in wenigen Regionen eine stark erhöhte Gefahr einer Grippewelle. © Foto: dpa
Mathias Hausding / 18.02.2018, 15:08 Uhr - Aktualisiert 18.02.2018, 15:16
Potsdam (MOZ) Die saisonale Grippewelle hat in dieser Woche auch in Berlin-Brandenburg ein neues Hoch erreicht. Im Bundesvergleich kommt die Mark aber nach wie vor glimpflich davon. Das belegen aktuelle Daten der Influenza-Arbeitsgemeinschaft am Robert-Koch-Institut (RKI).

So wird seit dem Monatsanfang ein „stark erhöhtes“ Aufkommen von akuten Atemwegserkrankungen verzeichnet, das sich Richtung Monatsmitte immer weiter erhöhte. Ein genauerer Blick auf die vom RKI verbreiteten Karten zeigt jedoch, dass es Schwerpunkte in Berlin, dem Raum Potsdam sowie in Frankfurt (Oder) gibt, während die Aktivität in den übrigen Landesteilen lediglich leicht erhöht ist.

Nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministerium liegt die Zahl der in dieser Saison bislang gemeldeten Influenza-Fälle bei 1146. Das sind 424 weniger als im Vorjahreszeitraum. In den vergangenen Jahren erreichte die Grippewelle stets Mitte Februar ihren Höhepunkt.

Bundesweit hat sie laut RKI bislang 102 Todesopfer gefordert, zumeist Menschen im Alter von über 60 Jahren. Vor einem Jahr um diese Zeit waren es mit 192 fast doppelt so viele. Besonders stark wütet die Influenza in dieser Saison in Baden-Württemberg, am ruhigsten ist es in Mecklenburg-Vorpommern.

Wirbel hatte es um den in der aktuellen Saison weitgehend wirkungslosen Grippe-Impfstoff gegeben. Das übliche Dreifach-Präparat enthielt nicht die Antigene eines überraschend häufig auftretenden Erregers. Viele Krankenkassen erklärten sich daraufhin bereit, auch eine Verabreichung des teureren Vierfach-Impfstoffs zu bezahlen, der eigentlich Hoch-Risiko-Patienten vorbehalten ist. Aus Brandenburg war daraufhin zu hören, dass diese Präparate in vielen Arztpraxen nicht mehr verfügbar waren.

Für den kommenden Winter haben sich die Apothekerverbände von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit den Krankenkassen bereits darauf geeinigt, dass alle gesetzlich Versicherten das Vierfach-Präparat bekommen können.

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