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Neubau der DRK-Kita "Rappelkiste" in Freudenberg feierlich eröffnet / Würdigung gemeinsamen Wirkens

Kitaneubau
Kräftig in die Zukunft investiert

Handwerker-Lied: Mit einem kleinen Kulturprogramm ließen auch die Kinder die Zeit der Bauarbeiten an ihrem gelungenen neuen Domizil noch einmal Revue passieren.
Handwerker-Lied: Mit einem kleinen Kulturprogramm ließen auch die Kinder die Zeit der Bauarbeiten an ihrem gelungenen neuen Domizil noch einmal Revue passieren. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 22.02.2018, 06:00 Uhr
Freudenberg (MOZ) Feierlich ist am Mittwochmorgen der Neubau der Freudenberger Kita "Rappelkiste" offiziell eröffnet worden. Die Freude über das gelungene Gemeinschaftswerk ist nicht nur bei den Kindern und dem Erzieherteam um Leiterin Marina Wolf groß.

"Wer will fleißige Handwerker seh'n? Der muss in die Kita geh'n", stimmen die Mädchen und Jungen im kleinen Kulturprogramm, textlich leicht abgewandelt, das altbekannte Kinderlied an. Und in der Tat haben Maurer, Tischler und Maler, die in den einzelnen Strophen besungen werden, ganze Arbeit geleistet. Das nicht zuletzt in seinen Kapazitäten erweiterte neue Bauwerk ist ein moderner Glanzpunkt im alten Dorfzentrum, strahlt in frischen, freundlichen Farben schön regelrecht frühlingshaft, während der Teich wenige Meter entfernt an diesem Tag sogar noch eine hauchdünne Eisdecke trägt.

Zahlreiche Gäste haben sich für den Festakt zur Eröffnung eingefunden. Und in großer Runde dankt Martina Wolf allen Beteiligten, die sich für das gemeinsame Werk ins Zeug gelegt, an einem Strang gezogen, auch manche Hindernisse im Detail aus dem Weg geräumt haben: "Ohne Sie alle hätten wir das nicht geschafft", dieser Satz gilt für die versammelte Runde und ein paar mehr, die zur Feier verhindert sind oder im Hintergrund ihren Anteil hatten.

Unter anderem listet die Kita-Leiterin die beteiligten Firmen auf, deren Wirken Heidemarie Berger von der ortsansässigen Ingenieur- Bau- und Sanierungs GmbH geplant und koordiniert hat. Nicht zuletzt wurde Kita-Hausmeister Detlef Bialek erwähnt, der sich ebenfalls mit ganzer Kraft ins Zeug gelegt habe.

Mit Bauarbeiterhelm und Malerhütchen aus Zeitungspapier singen und erzählen die Kinder vom Baugeschehen, in einem Sketch zum Beispiel von den Baubesprechungen, in denen konstruktiv auf Änderungswünsche des Teams reagiert, im Detail umgeplant wurde. Sogar die Terrasse ist noch zwischendrin integriert worden.

"Wir sind sehr glücklich", bekennt auch Matthias Trzewik vom DRK-Kreisverband, der insgesamt fünf Kitas im Oderland betreibt. Er dankte ausdrücklich der örtlichen Politik, repräsentiert durch Ortsvorsteher Ronald Buchholz und Bürgermeister Willi Huwe, aber ebenso dem Amt und dem Heimatverein. Denn dieser hat das Gemeindezentrum während der Bauarbeiten als zeitweiliges Domizil für den Dorfnachwuchs bereitgestellt. Etwas schwierig sei es monatelang unter den sehr beengten Verhältnissen zwar gewesen, räumte Marina Wolf freimütig ein. Dennoch wäre es ohne diese temporäre Asyl für Kinder und Erzieher nicht gegangen, würdigen alle die Einschränkungen, die der Verein für den jüngsten Dorfnachwuchs auf sich genommen hat.

"Es funktioniert nur gemeinsam", fasst deshalb Amtsdirektor Holger Horneffer passend zusammen. Die Kindereinrichtungen repräsentierteten schließlich die Zukunft der Dörfer. Ähnlich äußert sich der Bürgermeister: "Lächelnde, fröhliche Kinder sind der schönste Dank." 310 000 Euro, ohne einen einzigen Cent Fördermittel von außen, hat die Gemeinde für den Neubau in die Hand genommen, erinnerten Buchholz und er. 20 000 Euro habe noch der Kita-Verbund draufgelegt. Ein klares Bekenntnis auch der Nachbarkommunen, betont der Ortsvorsteher, obgleich deren Vertreter speziell die Erweiterung anfangs anders gesehen hätten als die Freudenberger und Beiersdorfer. Nicht zuletzt Horneffer habe da abwägend und vermittelnd einiges bewirkt.

Auch auf die Vorgeschichte geht Buchholz ein. Den aus den Sechziger Jahren stammenden Vorgängerbau, in den er selbst als Kind gegangen sei und der 1997 bis 1999 saniert und auf 32 bis 40 Kinder ausgebaut worden war. Schon vor fünf Jahren hätten die Gemeindevertreter aber konstatiert, dass die einst massive Abwanderung junger Familien gestoppt ist, sich der Trend sogar teilweise umgekehrt hat. Mit derzeit 48 Kindern sind auch die größeren Kapazitäten nun fast ausgelastet.

Für alle Beteiligten ein deutlicher Beweis, dass die vorgenommenen Weichenstellungen, manchen Skeptikern zum Trotz, absolut richtig waren. Die Gemeinde, kündigte Huwe an, werde im Haushaltsjahr 2019 sogar noch rund 100 000 Euro für ergänzende Maßnahmen im Außenbereich drauflegen.

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