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Polizei sichert Spuren auf dem Friedhof Neukietz / Pfarrer Christian Moritz zeigt sich empört über Vorfälle in Neumädewitz

Friedhof
Unbekannte stören Totenruhe und stehlen Zaun

Nadja Voigt / 22.02.2018, 20:42 Uhr
Neumädewitz/Neukietz (MOZ) Unbekannte haben auf dem Neukietzer Friedhof die Umrandung einer Grabstelle sowie zwei weitere Tore benachbarte Grabstellen gestohlen. Auf dem ganzen Friedhofsgelände finden sich deutliche Spuren des Raubzuges, der, wie es aus Polizeikreisen heißt, schon zwei Wochen vorher begann.

Denn damals verschwanden erstmals handgeschmiedete Eisenteile vom kleinen Friedhof. Er liegt gegenüber dem Neumädewitzer Bürgerhaus kurz vor dem Ortsausgang, gehört jedoch zur Gemarkung Neukietz. Zuständig ist dafür die Kirchgemeinde Wriezen. Pfarrer Christian Moritz zeigt sich empört. "Es handelt sich um Grabschändung und Störung der Totenruhe", so Moritz. Er hat die Anzeige gegen die unbekannten Täter bei der Polizei unterschrieben. Und hofft, dass die Täter gefunden werden können.

Im Dorf geht man davon aus, dass die handgearbeiteten schmiedeeisernen Teile sandgestrahlt und wieder zum Verkauf angeboten würden. Sie stammen vom Gemeinschaftsgrab der Eheleute Wapler. Beide sind bereits sehr lange tot. Wie viele Gräber auf dem kleinen Friedhof ist auch ihr Grab mit kunstvoll gearbeiteten Zäunen umfriedet worden. Der Friedhof hingegen, neben dem sich bis zum Krieg die kleine Fachwerkkirche von Neukietz befand, ist nur zur Straße hin und zu den Seiten mit Hecken eingefasst. Nach hinten ist er offen. Anwohner gehen aber davon aus, dass die Täter zur Dorfstraße hin mit einem Auto oder Transporter gehalten haben. "Wahrscheinlich haben sie tagsüber alles vorbereitet und nachts alles weggebracht", überlegt ein Anwohner. Spuren an einer anderen Grabstelle nahe der kleinen Holztür in Richtung Neukietz zeigen deutlich, dass dort Metallteile abgestellt worden waren. Auch ist die Grabstelle neben der der Eheleute Wapler mit Fußspuren übersäht. Insgesamt neun Zaunfelder fehlen.

Wie die Polizeidirektion Ost auf MOZ-Anfrage mitteilte, wurden die Spuren am Tatort in Neumädewitz gesichert. Eine Anzeige wegen Diebstahls und Störung der Totenruhe wurde aufgenommen. Aber auch wenn sich der Vorfall in Neumädewitz gleich zweimal ereignet hat, ist das kein Delikt, das derzeit gehäuft zur Anzeige gebracht wird, wie es aus der Pressestelle am Donnerstag hieß.

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