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Ehrenamt
Erika Kaatsch verabschiedet sich aus dem Seniorenbeirat

Der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates, Karl-Heinz Grollmisch, dankte Erika Kaatsch für ihr jahrelanges Engagement.
Der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates, Karl-Heinz Grollmisch, dankte Erika Kaatsch für ihr jahrelanges Engagement. © Foto: MOZ/Marco Winkler
Marco Winkler / 23.02.2018, 11:49 Uhr
Oranienburg/Vehlefanz (MOZ) „Sie hat eine Menge gemacht und auch in schwierigen Zeiten immer zu den Senioren gehalten.“ Das sagte am Donnerstag Karl-Heinz Grollmisch. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats Oberhavel verabschiedete im Oranienburger Regine-Hildebrandt-Haus Erika Kaatsch.

Die Ortsvorsteherin von Vehlefanz ist Gründungsmitglied des kreislichen Seniorenbeirats und Seniorenbeauftragte in der Gemeinde Oberkrämer. Beide Ämter legt sie, wie berichtet, nieder. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, sagte die am 28. August 1934 bei Posen im heutigen Polen geborene Seniorin. „Ich habe darauf hingearbeitet.“ Ihr Abschied sei von langer Hand geplant gewesen. Seit einigen Jahren arbeitet sie ihre Nachfolgerin Kerstin Laatsch (61) ein. „Es ändert sich ja nur ein Buchstabe“, so Kaatsch, die seit Anfang der 1990er-Jahre Gemeindevertreterin in Oberkrämer ist.

Die ehrenamtliche Arbeit fordere ihr in ihrem 84. Lebensjahr aber viel Kraft ab. Deshalb wolle sie nun etwas kürzertreten. „Man muss auch loslassen können“, so Erika Kaatsch, die 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Zur Verleihung in Potsdam sagte Innenminister Karl-Heinz Schröder (SPD) über sie: „Ohne Menschen wie Erika Kaatsch, die in ehrenamtlicher, uneigennütziger Arbeit so viel bewegen, wäre das Leben vor allem in unseren ländlichen Gemeinden ärmer.“

Ob sich Erika Kaatsch 2019 erneut zur Wahl als Ortsvorsteherin stellen wird, lässt sie etwas offen. Noch sei das kein Thema. Die Wahrscheinlichkeit? Nicht hoch. Schließlich werde sie dann 85 Jahre alt sein. Seit 1997 ist Erika Kaatsch Ortschefin in Vehlefanz. Mittlerweile lebt sie hier im von der Gemeinde errichteten altersgerechten Wohnheim. Auch diese Einrichtung in der Alten Schule mit Gemeinschaftsräumen und Arztpraxen ist eines ihrer Verdienste. Hier will sie sich zukünftig engagieren. „Ich bin dort nicht eingezogen, um alt zu werden, sondern um jung zu bleiben.“

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