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Brandschutz
2017 war Rekordjahr für Feuerwehr

Der Hausbrand in der Jacob-Plohn-Straße in Velten-Süd war einer der spektakulärsten Einsätze der Feuerwehr im vergangenen Jahr - aber längst nicht der einzige.
Der Hausbrand in der Jacob-Plohn-Straße in Velten-Süd war einer der spektakulärsten Einsätze der Feuerwehr im vergangenen Jahr - aber längst nicht der einzige. © Foto: MOZ
Roland Becker / 23.02.2018, 19:24 Uhr - Aktualisiert 23.02.2018, 19:50
Velten (MOZ) Fast jeden Tag einmal ausrücken: Das ist die Bilanz der Veltener Feuerwehr für 2017. Deren Mitstreiter mussten 334 Mal ausrücken und stellten damit den bisherigen Rekord von 2002 ein.

Auf den ersten Blick verwundert die Statistik, wonach jeder dritte Einsatz an einem Donnerstag stattfand. Stadtwehrführer Heiko Nägel hat dafür eine einfache Erklärung: Sowohl der Starkregen als auch der Orkan fielen auf einen Donnerstag. Wetterbedingte Einsätze waren es auch, die die Einsatzzahlen binnen Jahresfrist um 50 Prozent nach oben schießen ließen. Gab es 2016 für die Veltener nur drei Wasserschäden zu bekämpfen, waren es im abgelaufenen Jahr 86. Ähnlich verhält sich das Aufkommen von Sturmschäden: 12 zu 58. Die Zahl der zu bekämpfenden Brände blieb hingegen mit 38 in etwa auf dem Niveau der beiden Vorjahre.

Auch wenn 2017 ein Ausnahmejahr darstellte, so zeigt die Langzeitstatistik, dass die Veltener Feuerwehr immer mehr Einsätze zu bewältigen hat. Auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Feuerwache konstatierte Bürgermeisterin Ines Hübner daher auch: „Die Feuerwehren nicht nur in Velten stoßen an ihre Belastungsgrenzen.“ Dabei verwies sie darauf, dass das Personal der Feuerwache demnächst auf vier Stellen aufgestockt wird. Was sie dabei vor den Kameradinnen und Kameraden verschwieg: In der Haushaltsdiskussion im vorigen Herbst hatte sich Hübner sehr schwer damit getan, der Feuerwehr - wie von der Fraktion DUO beantragt - diese vierte Stelle zu genehmigen. Es war die Verwaltung selbst, unterstützt von Teilen der SPD, die dafür sorgte, dass die Stelle vorerst auf zwei Jahre befristet besetzt wird. In der Politik nennt sich das sachgrundlose Befristung. In den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene wollte die SPD genau diese Regelung abschaffen. Dass sie damit zumindest teilweise scheiterte, dürfte Veltens sozialdemokratischer Bürgermeisterin mit Blick auf ihre Feuerwehr ganz zupassgekommen sein. Auch mit der dritten von den vier angesprochenen Jobs bei der Feuerwehr nahm es Hübner in ihrem Redemanuskript nicht ganz so genau. Dessen Inhaber ist nämlich beim Bauhof beschäftigt und versieht nur teilweise Dienst in der Feuerwehr.

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