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Astronom Michaelis hielt Vortrag zur Bepi-Colombo-Mission

Sternbeobachtung
Dem Merkur so nah

Interessiertes Publikum: Astronom Harald Michaelis bei seinem Vortrag in der Sternwarte Liebenhof
Interessiertes Publikum: Astronom Harald Michaelis bei seinem Vortrag in der Sternwarte Liebenhof © Foto: Kerstin Schmidt
Margrit Meier / 26.02.2018, 06:00 Uhr
Garzau/Garzin (MOZ) Inmitten des Naturparks Märkische Schweiz konnte man am Sonnabendabend nicht nur Mond und Sterne unter freiem Himmel beobachten. In der von Peter Eichelkraut geführten Sternwarte Liebenhof ging es an diesem Abend vielmehr um die Erforschung des bislang recht unerforschten Planeten Merkur. Eigens zu diesem Thema geladen war Astronom Harald Michaelis. Als Mitarbeiter des Instituts für Planetenforschung wusste er Wissenswertes über die Arbeit des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu berichten und stellte den vielen Besuchern Neuigkeiten über die Merkur-Mission "Bepi-Colombo" vor. Benannt nach dem Spitznamen des verstorbenen italienischen Forschers Giuseppe Colombo, widmet sich die Mission Bepi-Colombo dem innersten und sonnennächsten der acht Planeten. Der zwar mit dem bloßen Auge zu sehende Planet ist aufgrund seiner Sonnennähe allerdings schwer zu beobachten. Ebendiese Sonnennähe zeichnet Merkur mit Temperaturen von -200 Grad Celsius bis zu +450 Grad Celsius als den Planeten mit den größten Oberflächen-Temperaturschwankungen aus, was dessen Erforschung so anspruchsvoll macht. Vor diesem Hintergrund wurde die Mission Bepi-Colombo ins Leben gerufen. Die so benannte Raumsonde soll im Oktober starten und nach ihrer Ankunft 2024 Erkenntnisse an die Erde liefern.

Für Harald Michaelis und seine Kollegen stehen Fragen rund um die geologische Entwicklung des Merkur, seine Entstehung und Dichte, der innere Aufbau des Kerns, die Zusammensetzung der Oberfläche sowie die Entstehung des merkureigenen Magnetfeldes im Vordergrund. Gespannt folgten die Besucher des Vortrages den Ausführungen des sympathischen Astronomen, der den Fragen der Anwesenden Rede und Antwort stand. Auch Peter Eichelkraut freute sich über den regen Zuspruch der Besucher und lud herzlich zu einem erneuten Besuch seiner Sternwarte ein, um unter fachkundiger Anleitung nächtliche Schönheiten, Sternschnuppen und verwunschene Mondlandschaften kennen zu lernen.

Terminabsprachen sind unter sternwarte-maerkische-schweiz@gmx.net möglich.

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