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Kirchengemeinden sollen selbst entscheiden, wer künftig teilnehmen darf

Kirche
Mehr Freiheit beim Abendmahl

Referierte zum christlichen Abendmahl: Oberkonsistorialrätin Dr. Christina-Maria Bammel.
Referierte zum christlichen Abendmahl: Oberkonsistorialrätin Dr. Christina-Maria Bammel. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 13.03.2018, 06:45 Uhr
Bernau/Eberswalde (MOZ ) "Lasst die Kinder zu mir kommen", im Lichte dieses Jesus-Wortes widmeten sich die gewählten Vertreter der Gemeinden des Kirchenkreises Barnim am Sonnabend im Rahmen ihrer diesjährigen Frühjahrssynode der Einladungspraxis zum christlichen Abendmahl. Den Vorsitz führte Präses Harro Semmler. Die Veranstaltung fand im Lichterfelder Ortsteil Buckow statt und begann zunächst mit einer gemeinsamen Andacht. Zirka 50 Gäste, darunter viele Pfarrer aus den Barnimer Gemeinden, waren erschienen. Zum Thema referierte Oberkonsistorialrätin Christina-Maria Bammel vom Konsistorium der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO).

Die evangelische Kirche kennt zwei Sakramente: die Taufe und das Abendmahl. Beim Abendmahl teilen Christen Brot und Wein, wie es einst Jesus von Nazareth beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern getan haben soll. Die Feier des Abendmahls ist als "Wegzehrung für den Glauben" im Gottesdienst fest verankert. Grundsätzlich bedarf es zur Teilnahme der Konfirmation. Kleinere Kinder und nicht getaufte Menschen sind daher zunächst nicht in diesem Rahmen vorgesehen. Ob diese Praxis noch zeitgemäß sei, war eine der zentralen Fragen der Synode am Sonnabend.

"Es bleibt eine spannende Frage, ob wir Kinder vom Abendmahl ausschließen dürfen, wenn wir davon ausgehen, dass mit der Taufe das Christsein begründet wird. Darüber wollen wir miteinander ins Gespräch kommen", so Präses Semmler. Wie nun die Abendmahlpraxis im Einzelnen gehandhabt wird, müsse jede Gemeinde letzten Endes selbst entscheiden, so der abschließende Tenor. Dennoch schälte sich unter allen Beiträgen die Tendenz heraus, die Zeremonie offener zu gestalten und einem breiten Kreis Zugang zu gewähren, wie es vielerorts auch schon geschieht. So auch natürlich den Kindern.

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