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Einwohnerversammlung zu massiven Fällungen in der Gemeinde Schlaubetal am Donnerstag geplant

Schlaubetal
Mehr als 40 Bäume gefällt

Trauriger Rest: Nur noch ein flacher Stubben ist übrig von einem einst stattlichen Baum.
Trauriger Rest: Nur noch ein flacher Stubben ist übrig von einem einst stattlichen Baum. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 13.03.2018, 07:30 Uhr - Aktualisiert 14.03.2018, 12:16
Kieselwitz (MOZ) Wohl kein anderes Thema beschäftigt die Menschen in Kieselwitz und in der gesamten Gemeinde Schlaubetal derzeit so stark wie die massiven Fällungen von Bäumen im Februar. Von Kahlschlag ist die Rede, von gesunden Bäumen, die gegen jede Vernunft abgesägt worden sind, von der Verunstaltung ganzer Straßenzüge. Und mancher vermutet gar, dass einzelne alte Bäume nur deshalb sterben mussten, weil Nachbarn sich von den grünen Riesen belästigt fühlten.

Beschwerden über die Fällungen gab es nicht nur bei Monika Senzel, ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Schlaubetal, sondern auch in der Amtsverwaltung des Amtes Schlaubetal in Müllrose. Dort können zwar die Gutachten zu jedem einzelnen Baum, der aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt wurden, von jedem Bürger, der das möchte, eingesehen werden. Doch die Einwohner haben großen Gesprächsbedarf zum Thema. Und deshalb stellen sich Verantwortliche der Amtsverwaltung den Fragen der Bürger in einer Einwohnerversammlung. Diese Versammlung beginnt an diesem Donnerstag, dem 15. März, um 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Kieselwitz, LPG-Weg 8.

Allein in Kieselwitz sind bis Ende Februar zwölf Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt worden, teilte Steffen Mieck, Ordnungsamtsleiter in der Amtsverwaltung, auf Anfrage der MOZ mit. Hinzu kommen noch mal mehr als zehn Bäume „zur Durchführung von öffentlichen Baumaßnahmen sowie aus gestalterischen Aspekten, beispielsweise am Spielplatz Kieselwitz“, so der Amtsleiter. In Bremsdorf seien zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit vier, in Fünfeichen sogar 13 Bäume gefällt worden. „In Fünfeichen haben insbesondere Sturmschäden am Friedhof Handlungsbedarf verursacht.“

Vor allem die Fällung eines Baumes hatte in Kieselwitz für großen Ärger gesorgt: die der Winterlinde, die auf einer Grünfläche zwischen der Hauptstraße und dem Randweg stand (MOZ berichtete). Fast 70 Jahre alt war der Baum und in seiner Erscheinung besonders prächtig und ortsbildprägend: In der Höhe maß er 24 Meter und seine Krone war ebenso breit, in Bodennähe sogar etwa 30 Meter breit. Im Sommer sei die Linde ein wahres Paradies für Bienen und Hummeln gewesen, erzählten empörte Anwohner. Sie bezweifelten und bezweifeln bis heute, dass die Winterlinde wirklich so krank gewesen ist, dass sie gefällt werden musste. Ein Gutachten listet allerdings mehrere große Hohlräume im Stamm auf. Es habe Gefahr bestanden, dass der Stamm bricht.

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