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Protest
Trauermarsch für gefällte Linden

Mit einem Trauermarsch bekundeten die Lehniner ihr Entsetzen über die gefällten Linden.
Mit einem Trauermarsch bekundeten die Lehniner ihr Entsetzen über die gefällten Linden. © Foto: MZV
Anja Linckus / 15.03.2018, 14:33 Uhr
Lehnin (BRAWO) Zu einem Trauermarsch für die 23 gefällten Linden entlang der Belziger Chaussee in Lehnin wurde am vergangenen Wochenende eingeladen und gut 150 Einwohner waren gekommen - weit mehr als die Veranstalter zunächst erwartet hatten. Gemeinsam wurde gesungen, über die Bedeutung von Bäumen gesprochen, natürlich viel diskutiert und geschwiegen. "Die Anwesenden waren sich einig, wichtig ist es, mit den Gemeindevertreter ins Gespräch zu kommen über eine Baumschutzsatzung für die Gemeinde Kloster Lehnin. Denn der Umgang mit Bäumen, so wie er sich aktuell in Lehnin zeigt, ist nicht zukunftsfähig und verletzt das Heimatgefühl vieler Lehninerinnen und Lehniner", so Bodo Rudolph im Nachgang der .Veranstaltung. Die Bäume sind dem Ausbau der geplanten L88 zum Opfer gefallen. In einer nachträglich zu den Fällungen abgegebenen Erklärung durch die Gemeindeverwaltung hieß es: Auf der Grundlage der Untersuchungen (z. B. Suchschachtungen) und der Planungen beantragte der Landesbetrieb für Straßenwesen bei der Unteren Naturschutzbehörde die baubedingte Beseitigung von 23 Alleebäumen. Der Ausbau erfordert Ausschachtungen bis ca. 50 cm sowie das Setzen von Borden. Zudem ist der Einbau eines Regenwasserkanals erforderlich. Da die Bäume unmittelbar im Baubereich standen und ihre Wurzelbereiche, einschließlich der statisch relevanten Haltewurzeln, im Unterbau der Straße und des Gehwegbereiches ausgebildet sind, führen die notwendigen Eingriffe in den Wurzelbereich zum Verlust von Vitalität und Standsicherheit der großen und alten Bäume. Dies ist zwangsläufig nicht zu vermeiden. Nach umfangreichen Anhörungen und Abwägungen der relevanten Faktoren sowie in Anbetracht der vorhandenen und künftigen Bedeutung dieses Abschnittes der Landesstraße hielt die Untere Naturschutzbehörde die baubedingte Fällung der Alleebäume unvermeidbar." Nachpflanzungen durch den Landesbetrieb für Straßenwesen sind vorgesehen.

Foto: Rudolph

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