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Gemeindeverwaltung Ahrensfelde rechnet mit Investitionen in Höhe von 23,5 Millionen Euro

Wachstum
Schullandschaft ändert sich weiter

Olav Schröder / 04.04.2018, 08:00 Uhr
Lindenberg (MOZ) Im südlichen Barnim wird die Schullandschaft neu geordnet. Noch sind die Beschlüsse nicht gefallen, doch in Lindenberg soll eine dreizügige Grundschule der Gemeinde und in Blumberg eine Oberschule mit zweizügiger Grundschule entstehen.

Die konkrete Entwicklung der Schülerzahlen sei zwar nur mit einer gewissen Schwankungsbreite zu prognostizieren, doch der Bedarf für eine dreizügige Grundschule in Lindenberg sei belegbar, sagt Ahrensfeldes stellvertretender Bürgermeister Andreas Knop. Der neue Schulstandort Lindenberg ist aber nicht ohne den bestehenden in Blumberg zu denken. Die dortige kommunale Grundschule soll nur noch zweizügig betrieben, dafür allerdings um eine zweizügige Oberschule erweitert werden. Der Blumberger Schulstandort würde zugleich komplett an den Landkreis Barnim abgegeben. Die Diskussion darüber wird voraussichtlich in den Mai- und Juni-Sitzungen der Gemeinde beziehungsweise des Kreistages laufen. Wie Andreas Knop sagt, stehe für Lindenberg auch eine vierzügige Option - eventuell durch einen Anbau - zur Debatte. Angesichts des nachweisbaren Bedarfs werde vom Land jedoch nur ein dreizügiger Neubau gefördert. Die Entscheidung über die Zügigkeit treffe die Gemeindevertretung.

Wenn alles gut läuft, könnte mit dem Beginn des Schuljahres 2020/21 die Schule in Lindenberg eröffnet werden. Vor dem Hintergrund, dass auch Berlin den Neubau von 40 Grundschulen plant - und damit viele Baufirmen gebunden sind - bezeichnet Knop diesen Termin jedoch als sehr optimistisch. Unabhängig davon würden bereits jetzt Schüler, die künftig in Lindenberg zur Schule gehen, aber noch in Blumberg eingeschult werden, in gemeinsamen Klassen unterrichtet.

Mit Lindenberg würde der zweitgrößte Ort in der Gemeinde mit einem Schulstandort ausgestattet, nennt Andreas Knop die Wohnortnähe als Argument für diesen Standort. Die Schuleinzugsbereiche würde die Gemiendevertretung noch festlegen. Ein weiterer Vorteil sei, dass ein Großteil der Schüler nicht mehr durch die Dauerstaus auf der B 158 zur Schule nach Blumberg gefahren werden muss. Der Landkreis werde den Busverkehr jedenfalls auf den neuen Standort ausrichten.

Entstehen soll die Grundschule auf dem jetzigen Sportgelände des TSV Lindenberg. Für den Vereinsport ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein neuer Sportplatz vorgesehen. Auf dieser Seite wird es auch ein Biotop mit Regenentwässerung und Ausgleichsmaßnahmen geben.

Nach den derzeitigen Vorstellungen entstehen auf dem zwei Hektar großen Gelände zwischen Ahrensfelder und Karl-Marx-Straße ein Schulgebäude mit Hort, eine separate Mensa und eine Sporthalle. Die Mensa soll auch eine schulunabhängige Nutzung für zulassen. Die neue Sporthalle  wird an der Ahrensfelder Straße gebaut, schirmt somit das übrige Schulgelände von Lärm und Staub ab. Die Schule selbst wird über die Karl-Marx-Straße erreicht. In einer Einwohnerversammlung wurden die Grundzüge der Planung mit Beifall bedacht.

Auch die neue Halle soll wie die jetzige dem Vereinssport zur Verfügung stehen. Die Größe ist noch offen. Ob eine Ein- oder Dreifeld-Halle gebaut wird, entscheidet die Gemeindevertretung. Die alte Halle wird vermutlich abgerissen. Dies allerdings nur, wenn eine Förderung ausbleibt. In diesem Fall, so Andreas Knop, könne sie weiterhin genutzt werden. Auch dies sei ein Standortvorteil: Für den Schulbetrieb in Lindenberg stehe sofort mit dem Start eine Sporthalle zur Verfügung. Und nicht zuletzt spräche neben der günstigen Erreichbarkeit auch der Umstand für das Gelände, dass es keine unmittelbar angrenzende Wohnbebauung gebe. Dennoch liege der Standort für Ahrensfelde, Klarahöh und Neu-Lindenberg relativ zentral.

Die Gemeindeverwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von 23,5 Millionen Euro für sämtliche Vorhaben einschließlich der neuen Sportanlage auf der südlichen Straßenseite.

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