Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sanierung
Neue Hoffnung für das Amtshaus

Holger Rudolph / 19.04.2018, 18:59 Uhr
Flecken Zechlin Einen neuen Interessenten gibt es für das auch als Amtshaus bekannte einstige Schloss am Schwarzen See in Flecken Zechlin. Die Nutzung müsse zum Erscheinungsbild des Staatlich anerkannten Erholungsortes passen, sind sich Ortsvorsteher und Bürgermeister einig.

Rheinsbergs Rathaus-Chef Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) teilte am Dienstag mit, dass sich der neue Investor demnächst bei ihm vorstellen werde. Er wolle nur eine Nutzung zulassen, die zu Flecken Zechlin passt. Schwochow: „Wir werden ganz klar Einfluss nehmen, denn es handelt sich um eine zentrale Liegenschaft. Es wäre sehr schön, wenn eine touristische Nutzung möglich wäre.“ Bauamtsleiter Daniel Hauke erinnerte daran, dass das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz steht: „Es ist wichtig, dass die Substanz erhalten bleibt.“ Ein erstes Gespräch mit Kämmerer Fred Hofmann hatte es bereits vor sechs Wochen gegeben. Dabei habe der potenzielle Bauherr großen Wert darauf gelegt, dass sein Name noch nicht in die Öffentlichkeit gelangt.

Das am Rundweg um den See, dicht am Dorfkern gelegene Amtshaus befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Fenster und Türen sind vernagelt. Längst wachsen Bäumchen und Sträucher auf Treppen und Dach. Ortsvorsteher Horst-Rainer Maranke hätte für das Gebäude nur zu gern schon längst einen neuen Nutzer gefunden, doch das ist alles andere als leicht. Er hat schon viel erlebt: „Es wäre wirklich toll, wenn nach 27 Jahren endlich wieder Leben in das Gebäude einziehen würde. Es gab schon viele potenzielle Investoren. Leider sind letztlich alle abgesprungen oder haben nichts mehr von sich hören lassen.“

Zuletzt hatte das DDR-Justizministerium das Gebäude, wie auch die heutige Richterakademie in Wustrau, als Ferienobjekt genutzt. Allerdings entschieden sich die Flecken Zechliner damals, anders als die Wustrauer, für die Rückübertragung an die Gemeinde.

Vor zwei Jahren hatte es schon einmal richtig gut ausgesehen, erzählte Maranke. Doch dann sei der Investor nicht zum fest vereinbarten Notartermin erschienen. Auch später habe er nichts mehr von dem Mann gehört. Wahrscheinlich spiele eine große Rolle, dass das Haus unter Denkmalschutz steht und trotz staatlicher Förderung das Bauen unter diesen Bedingungen für den Eigentümer deutlich teurer als bei vergleichbaren nicht geschützten Objekten werden würde.

Horst-Rainer Maranke möchte auf jeden Fall bei dem Termin im Rheinsberger Rathaus dabei sein. Er hat den potenziellen Investor bereits kennengelernt und ist mit ihm auch in das Gebäude gegangen. Allerdings war dies nur zum Teil möglich. Eingestürzte Zwischenwände versperrten den Weg. Von einer Heimatstube, einem Café und Ferienwohnungen habe der seriös wirkende Mann gesprochen.

Diese Nutzung entspräche den Vorstellungen der Flecken Zechliner. Gänzlich kostenlos werde das Gebäude sicher nicht den Besitzer wechseln. Allerdings könne es auch um keine große Kaufsumme gehen, weil der künftige Eigentümer sehr viel Geld in die Sanierung stecken müsse. „Hoffentlich wird das diesmal etwas“, wünschte sich Ortsvorsteher Maranke.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG