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DDR-Museum
Von der Vielfalt überwältigt

Bis 24. Mai zeigt Manfred Hüsges Holz- und Plastebaukästen aus DDR-Produktion im Rahmen einer Sonderschau.
Bis 24. Mai zeigt Manfred Hüsges Holz- und Plastebaukästen aus DDR-Produktion im Rahmen einer Sonderschau. © Foto: Wittstock
Peter Wittstock / 02.05.2018, 16:22 Uhr
Döberitz Der 1. Mai ist Tag der Arbeit. DDR-Geborene verbinden mit dem Feiertag verschiedenste Erinnerungen. Für den aus Mönchengladbach stammenden Manfred Hüsges war es derweil höchste Zeit, am 1. Mai in die Besuchssaison zu starten. Sein DDR-Museum in Döberitz ist nach der Winterpause nun wieder geöffnet.

Nahezu jeder Besucher des Museums gegenüber dem örtlichen Discounter dürfte von der Vielfalt und Fülle des DDR-Museums überwältigt werden. Zehntausende Exponate werden am Bammerweg 5 gezeigt - von Waren des täglichen Bedarfs bis hin zu Kraftfahrzeugen der Marken Barkas und Trabant. Hüsges ist eben ein Sammler, der weiter sammelt, was für ihn zu haben ist. Ständig gelangen neue Gegenstände aus DDR-Zeiten in die Ausstellung, die dadurch immer weiter wächst.

Von Besuchern hört man oft die gleichen Kommentare: „Hatte ich auch“, „hab ich alles weggeworfen“, „das erinnert mich an meine Kindheit...“ oder speziell bei Autos: „Darauf mussten wir elf Jahre warten“.

In Hüsges’ DDR-Konsum stehen Produkte wie Ata  und Imi (beides Reiningsmittel) einträchtig neben Kaffeemühlen, Eierbecher aus Plaste und einem Riesenschrank mit einer riesigen Vielfalt nicht-alkoholischer und alkoholischer Getränke, die einst im Handel waren.  Sehr umfangreich sind auch die Modelleisenbahnen  - von der kleinsten bis zur größten Spurbreite. Überhaupt ist eine unglaublich große Menge altes Spielzeug neu zu entdecken. Aktuell zeigt Hüsges in einer am 1. Mai gestarteten Sonderausstellung aus DDR-Betrieben stammende Holz- und Plastebaukästen, mit denen Kinder früher spielten und sich dabei teils in spätere Berufe auf dem Bau verliebten. Die große Produktpalette löste im DDR-Museum teils Staunen aus. Ob das Spielzeug überwiegend im Inland blieb oder exportiert worden war, wurde indes nicht hinterfragt.

Die meisten Spielsachen, technischen Geräte und Haushaltsgegenstände hat Manfred Hüsges gemeinsam mit dem Premnitzer Peter Klapp in Vitrinen thematisch sortiert. Dabei sind sie vor möglichen Griffes all zu neugieriger Gäste bewahrt.Wer die Vielfalt auf insgesamt 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche erleben will, sollte einige Zeit einplanen. Geöffnet ist mittwochs bis sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Mehr Infos via Facebook, Youtube auf www.ddr-museum-döberitz.de sowie telefonisch unter 0152/57335389.

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