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Die Ortsdurchfahrt von Doberburg wird grundhaft ausgebaut / Ortsbeirat begleitet die Arbeiten kritisch

Ortsdurchfahrt
Bauherren beantworten offene Fragen

Jörg Kühl / 10.05.2018, 07:15 Uhr
Doberburg (MOZ) In Doberburg lässt der Kreis Dahme-Spreewald die Ortsdurchfahrt grundhaft ausbauen. Die Stadt Lieberose ist an den Gehwegen und Bushaltestellen als Bauherrin beteiligt. Der Ortsbeirat beobachtet die Arbeiten mit kritischem Blick.

Ein Bagger der Firma Matthäi zieht in der Dorfstraße von Doberburg einen mehrere Meter tiefen Graben. Dort hinein legen Bauarbeiter die Rohre für die neue Regenentwässerung. Die Baustelle erstreckt sich vom Ortseingang aus Richtung Lieberose bis zum Abzweig in Richtung Friedhof. So bleibt das Dorf trotz der aufgerissenen Ortsmitte per Pkw erreichbar. In einem zweiten Bauabschnitt wird dann die andere Dorfhälfte vom Abzweig Richtung Friedhof bis Ortsausgang Richtung Speichrow ausgebaut.

Ortsvorsteher Peter Willenberg und Ortsbeirätin Anne Mechler beobachten die Bauarbeiten mit Sorgenfalten. Vor allem Willenberg, bekannt als kritischer Geist, listet auf: Am Engpass zwischen Mühlenfließbrücke und dem Gemeindehaus wird kein Gehweg gebaut, ob wohl sich hier täglich Schulkinder auf dem Weg zur Bushaltstelle die enge Straße mit den Autos und Traktoren teilen müssen. Die Mittelinsel in der Dorfmitte kommt weg. Die war bisher nach Ansicht Willenbergs ein dorfbildprägendes Merkmal. Die Bus-Bucht kommt weg, künftig hält der Bus einfach auf der Straße. Am Einmündungsbereich Richtung Friedhof werden beidseitig Gehwege gebaut, die nicht angebunden sind. Willenbergs gravierendste Kritik: Die Bürger des Dorfes seien bei den Planungen zu wenig einbezogen worden.

Den letzten Kritikpunkt wollen die Bauherren, das sind straßenseitig die Kreisverwaltung Dahme Spreewald und für die Gehwege und Bushaltestellen die Amtsverwaltung Lieberose/Oberspreewald in Vertretung der Stadt Lieberose, so nicht stehen lassen. Annette Joppich von der Amtsverwaltung erinnert daran, dass der Straßenbau mehrmals Thema im öffentlichen Teil der Stadtverordnetenversammlung Lieberose war. Außerdem habe das Amt die am Gehweg beteiligten Bürger eingeladen und über die Kosten, die auf sie zukommen, informiert. Kreissprecherin Heidrun Schaaf teilt mit, dass der Kreis als Bauherr zu Beginn der Arbeiten eine Anwohnerversammlung zum Thema durchgeführt hatte.

Zu den anderen Themen nehmen die Bauherren ebenfalls Stellung: Der Gehweg am Engpass kann demnach nicht gebaut werden, weil die Stadt das Geld dazu nicht hat, so Annette Joppich. Außerdem müsste die Stadt einen Streifen Land erwerben, den der Eigentümer nicht verkaufen wolle. Die Busbucht und die Mittelinsel verschwinden in der Tat. Für die Verkehrssicherheit sei eine Mittelinsel nicht erforderlich, so die Kreisverwaltung. Eine Mittelinsel führe zudem zu höheren Bau- und Unterhaltungskosten. Eine Busbucht sei erst ab einem bestimmten Verkehrsaufkommen oder bei langen Haltezeiten der Busse erforderlich. Davon sei Doberburg nicht betroffen.

Die Problematik der Einfahrtsbreiten sei in der Anwohnerversammlung erörtert worden, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Hinweise der Anwohner zu den Breiten seien aufgenommen worden und würden in der weiteren Bearbeitung berücksichtigt. „Der Landkreis wird im Bereich seiner Baulast die Zufahrtsbereiche befestigen und dabei selbstverständlich die vorhandenen Torbreiten, berücksichtigen.“

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