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Antrag nach Bedenkpause zurückgezogen

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CDU fordert Verzicht auf Gemeindehaus

Anke Beißer / 11.05.2018, 07:00 Uhr
Mönchwinkel/Grünheide (MOZ) So mancher Gemeindevertreter hatte vor der jüngsten Gemeindevertretersitzung wohl gehofft – oder auch erwartet –, dass die CDU-Fraktion ihren Beschlussantrag über die Entbehrlichkeit des „alten Bürgerhauses Mönchwinkel“ zurückzieht. Der Fraktionsvorsitzende Joachim Wagner tat das nicht und begründete dem Gremium das Anliegen.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass für einen Neubau über 650 000 Euro (auf dem Gelände des Heimatmuseums Neu Mönchwinkel, d.R.) ausgegeben werden sollen und im Ortsteil Mönchwinkel zwei Gebäude mit den gleichen Funktionen bestehen sollen. Wagner spielte dabei darauf an, dass es in der Neuen Spreestraße 1 bereits ein Gemeindehaus gibt. Das neue Vorhaben entspreche einer pro Kopf-Investition von 2300 Euro pro Mönchwinkler. Als Ausgleich wäre es gerechtfertigt, das Gemeindehaus für entbehrlich zu erklären, zu verkaufen und so den Haushalt zu entlasten.

Er stieß quer durch die Reihen der Gemeindevertreter auf Unverständnis, gar Empörung. Pamela Eichmann (SPD), Vorsitzende der Gemeindevertretung, bezeichnete es als traurig, dass die CDU damit einen Keil zwischen Hangelsberg und Mönchwinkel treibe. Es habe immer der Ortsbeirat den ersten Schritt zu unternehmen, um die Entbehrlichkeit zu erklären. So sei das verabredete Prozedere. Aus der Runde kam auch der Einwurf, dass die Pro-Kopf-Investitionen in Hangelsberg viel höher lägen – allein durch Bürgerhaus und Müggelspreehalle.

Einlenkend erinnerte Bürgermeister Arne Christiani daran, dass es in den 15 Jahren Großgemeinde immer das Ziel gewesen sei, die Ortsteile so weit wie möglich parallel und entsprechend ihren Spezifikationen zu entwickeln. Er regte an, die Entscheidung dem neuen Ortsvorstand und der neuen Gemeindevertretung, die 2019 gewählt werden, zu überlassen.

Joachim Wagner und sein Fraktionskollege René Neuberger entschieden sich nach kurzer Beratung den Antrag zurückzuziehen.

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