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Kita-Jubiläum
Zum 40. Geburtstag nicht mehr namenlos

Thomas Berger / 31.05.2018, 06:15 Uhr
Garzau-Garzin In der Garzauer Kita wurde am Mittwochmorgen groß gefeiert. Der Anlass war ein dreifacher: 40. Geburtstag der Einrichtung, Namensgebung und die Enthüllung eines großen Wandbildes dazu.

Vier Jahrzehnte nach der Eröffnung 1978 ist es nun soweit: Endlich ist die Einrichtung nicht mehr namenlos. „Waldmäuse“ hat unter den zahlreichen Vorschlägen das Rennen gemacht. Die Eltern und vor allem die Kinder waren aktiv einbezogen, viele Zettel mit Ideen wurden eingesammelt, berichtet Kita-Leiterin Marianna Wallasch. Manches klang etwas exotisch, auf die Pyramide, das Wahrzeichen Garzaus, wurde teilweise Bezug genommen. Doch da die vom Kita-Grundausstück nicht mal zu sehen ist, blieb es nun bei „Waldmäuse“.

Zumal Beschäftigung mit Tier- und Pflanzenwelt, das Ergründen der Natur ringsum ja mit zum Programm gehören. Große Schautafeln, am Zaun angebracht, zeigten den Gästen der Jubiläumsfeier beim Rundgang vor allem bildliche Impressionen wie eben vom „grünen Projekt“. Aber ebenso von der Woche der kleinen Indianer und anderen einfallsreichen Aktivitäten.

Die Kinder selbst hatten mit den Erzieherinnen für den großen Tag ein buntes Programm vorbereitet, mit dem sie die Schar der Gratulanten erfreuten. „Mäuselein, komm tanz mit mir“, hieß es da in Anspielung auf den neuen Namen, in einem szenisch untersetzten Lied ging es um Mäuse und Katzen, mit aufgesteckten Ohren symbolisiert. Andere Kinder, wiederum mit rotem Kita-Basecap, spielten auf den Xylophonen dazu, ein Gedicht wiederum erzählte vom Kita-Alltag zwischen Basteln zum Muttertag, Zahlenlernen, Singen oder Spaß auf dem Klettergerüst. Beim abschließenden Geburtstagslied lautete die letzte Zeile, schon den Blick weit in die Zukunft gerichtet: „... und wünschen allen Mäusen hier noch lange ein Kita-Nest.“

Die beiden Theos durften dann beim großen Augenblick assistieren, als unter dem Applaus der Anwesenden das große Wandbild enthüllt wurde, das nun die Fassade neben der Eingangstür zieht. Experten in Sachen solcher Kunst am Bau haben da gute Arbeit geleistet, wie sich jeder überzeugen kann.

Überhaupt, das zeigt ein Rundgang durch die Räumlichkeiten, findet der jüngste Nachwuchs aus den beiden Ortsteilen der kleinen Gemeinde hier beste Bedingungen vor. 33 Kinder werden derzeit von einem sechsköpfigen Team betreut, wie Marianne Wallasch erklärt, die selbst sozusagen zum lebenden Inventar gehört, seit der Eröffnung vor 40 Jahren die Einrichtung leitet, allerlei Veränderungen erlebt habt. Im Flur ist zum Jubiläum eine kleine „Geschichts-Ecke“ eingerichtet. Beispielsweise mit dem hölzernen Koch, den sie damals zum Einzug überreicht bekommen hatte. Früher hatte die Kita nur die Hälfte des Gebäudes für sich, in der anderen residierten Gemeindebüro und die Gemeindeschwester zu DDR-Zeiten, nach der Wende (bis zum Umzug in die Rehfelder Außenstelle des Amtes) noch eine Weile der Revierpolizist.

Zum Kita-Geburtstag hatten Bürgermeisterin Jana Hinkel und Ortsvorsteherin Gudrun Schuster Bälle und Süßigkeiten mitgebracht. Antje Pierzchala übergab namens der Sparkasse einen Scheck über 1000 Euro. Dafür sollen demnächst mit den Kindern Kataloge gewälzt werden, um Dreiräder und Laufräder auszusuchen. Ein Geschenk überbrachte auch Beatrice Maaßen, Konrektorin der Rehfelder Grundschule. In die wechseln demnächst die ältesten Kinder. Zum baldigen Abschied sowie dem Jubiläum haben Theo und Emilie ihrer Kita ein Apfelbäumchen vermacht. „Hier wird einfach sehr viel mit den Kindern unternommen“, lobt die bald 80-jährige Elsa Birkner, die drei Enkel hier hatte und früher selbst mit den Kindern Grußkarten in Faden-Kunst gefertigt hat.

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