Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zur Bergung werden Taucher angefordert.

Badeverbot
Munitionsfund im Weinbergsee

Badegäste müssen sich gedulden: Bis voraussichtlich Ende der Woche – bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Situation geklärt und gegebenenfalls Munition geborgen hat – werden Besucher gebeten, den Weinbergsee nicht zu betreten.
Badegäste müssen sich gedulden: Bis voraussichtlich Ende der Woche – bis der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Situation geklärt und gegebenenfalls Munition geborgen hat – werden Besucher gebeten, den Weinbergsee nicht zu betreten. © Foto: Matthias Lubisch
Josefine Jahn / 05.06.2018, 20:36 Uhr - Aktualisiert 07.06.2018, 12:34
Diedersdorf (MOZ) Munitionsfunde, besonders aus dem Zweiten Weltkrieg, sind in der Region leider keine Seltenheit. Auf dem Grund eines Sees werden Kampfmittelreste allerdings eher selten gefunden. So vermutlich geschehen am Sonntag im Vierlindener Ortsteil Diedersdorf.

Beim Baden hat nach bisherigen Erkenntnissen ein See-Besucher die angebliche Handgranate entdeckt. Gemeldet wurde dem Ordnungsamt Seelow-Land der Vorfall durch ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, die den See dann auch für Badegäste absperrte.

„Wir wurden von der Feuerwehrleitstelle etwa gegen 12.30 Uhr am Sonntag über den Verdacht auf einen Bombenfund informiert“, berichtet Ortswehrführer Falke Speer. Wer und wie genau es zu der Entdeckung kam, berichtet Bärbel Cotte-Weiß, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost, auf Nachfrage dieser Zeitung. Am Sonntagnachmittag habe sich, laut Bericht der Polizeibeamten in Seelow, ein Mann im Revier der Kreisstadt eingefunden. Dieser war nach eigenen Angaben im Weinbergsee tauchen gewesen. Erst vor wenigen Tagen hatten wir in einer unserer Ausgaben über die gute Qualität des Badegewässers berichtet. Die jüngsten Kontrolle des Gesundheitsamtes des Landkreises empfahlen den See für alle Badelustige.

Nun entdeckte der Besucher  augenscheinlich  eine Handgranate. Nach weiteren Angaben des Tauchers befinde sich das von ihm gesichtete Objekt in einer Tiefe von 1,80 bis zwei Meter in der Nähe der Ponton-Badeplattform.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes wurde umgehend informiert. „Leider haben die Munitionsberger nur zwei Taucher für das ganze Bundesland zur Verfügung“, gab Vierlindens Bürgermeister Constantin Schütze seine Information weiter. „Aber die Granate liegt da schon seit 70 Jahren, da wird ausgerechnet jetzt wohl nichts passieren“, hofft Schütze. Er bittet die Bürger dennoch, die Warnhinweise zu beachten und den See vorerst nicht zu betreten.

Vom Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte das Ordnungsamt am Dienstag die Mitteilung erhalten, frühestens Ende der Woche, wenn nicht erst in der kommenden Woche zum Einsatz in Diedersdorf zu kommen. Derzeit seien die Taucher noch anderweitig im Einsatz.

„Zur Durchführung von Taucharbeiten werden Unternehmen der Kampfmittelräumung beauftragt, die über Taucher verfügen“, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung. Und weiter: „Die örtliche Ordnungsbehörde ist zur Koordinierung der Gefahrenabwehrmaßnahme zuständig.“

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG