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Hunderte Aussteller und Besucher bei 10. Auflage des von der MOZ präsentierten Events am Gusower Baggersee

Liebhaberstücke
Oldtimertreffen lockte Tausende

Doris Steinkraus / 10.06.2018, 21:45 Uhr
Gusow-Platkow (MOZ) Petrus meinte es besonders gut mit den Organisatoren des 10. Oldtimertreffens und Teilemarktes am Gusower Baggersee. Hunderte Aussteller und Gäste ließen sich von der Hitze nicht abschrecken, erlebten spannende Stunden.

„Ich habe die Wassertauglichkeit noch nicht getestet“, bekennt Stefan Ziedler. Der Frankfurter ist mit einem ampficar zum Odltimertreffen angereist. 2012 hat er das Fahrzeug, das 1964 in den Deutschen Motorenwerken Berlin gebaut wurde, als Schrotthaufen erworben. Nach unzähligen Schraubermonaten ist es seit kurzem nun wieder fahrtüchtig. „Es ist zu Lande und zu Wasser nutzbar“, erklärt der Frankfurter. Er zeigt am Unterboden des Hecks die beiden Flügelschrauben. Bisher habe er eine Wassertour noch gescheut. „Es steckt so viel Arbeit in dem Auto“, sagt er lachend. „Aber ich werde es im Frankfurter Winterhafen bald mal testen.“

Neben Trabis, Wartburgs, alten Traktoren und jeder Menge Zweiräder sind unzählige Oldtimer verschiedenster Bauart zu bewundern. Bei Technikfans ziehen natürlich auch die riesigen US-Cars die neugierigen Blicke auf sich. Fabian, Gründer der US-Car-Freunde aus Berlin, präsentiert bei Moderator Hartmut Sommer seinen Riviera, 7-Zylinder, Baujahr 1966. 260 PS hat er unter der Haube. Es ist kaum möglich, alle Exoten und Oldies zu begutachten. „Die Mischung hier finde ich besonders toll“, sagt  Stefan Ziedler. Man sehe nicht nur eine Marke, sondern viele. Das Areal sei zudem einfach ideal. „Und die Organisation ist perfekt.“

Der veranstaltende Dorfclub Gusow-Platkow erntet an diesem Tag viele solcher Lobesworte. Für die Mitglieder um Vereinschef Jens Thiemann ist es Motivation, das lange vorbereitete Event  gut über die Bühne zu bringen. Alle Mitglieder tragen einen Trauerflor. Am Freitag war völlig überraschend Hauptorganisator Frank Krakow verstorben. Mit Knut Kaethner war Frank Krakow seit Jahren der Motor dieses Events, hatte bis am Vorabend auf dem Platz gewirkt. Sein Tod war für den Verein ein Schock. Manches musste spontan umorganisiert werden. Zum Auftakt der traditionellen Ausfahrt fuhr Karsten Kaethner die Magna Honda von „Cobra“, wie ihn alle nannten. „Er ist heute mit dabei, wäre unglaublich stolz, dass wieder so viele gekommen sind“, sagt Knut Kaethner. Er dankt allen, die seit Jahren den Verein unterstützen. Ohne Sponsoren und Helfer aus dem Ort wäre vieles nicht möglich. „Wir wollen diese Tradition erhalten. Das wäre in Cobras Sinne“, erklärt Knut Kaethner namens seiner Vereinsfreunde.

Die nicht abreißende Besucherzahl ist für alle schönster Lohn. Vorbereitete Parkplätze, Versorgungsstrecke, ein buntes Kulturprogramm mit Tanz und Show, Trekkerfahrten, Verkehrswacht-Mobil mit Gurtschlitten, die Konzerte der Livebands Cashley und Knicki Knacki, Feuer- und Schlangenshow sowie ein imposantes Höhefeuerwerk setzen einmal mehr Akzente für ein Event, das immer mehr Zuschauer lockt. Und wem es zu heiß wurde, der konnte sich zwischendurch im See abkühlen.

Auch die MOZ-Akteure hielten aus. Oliver Oelschläger und Florian Regen verteilten jede Menge Probeabos und gaben Auskunft rund um die Tageszeitung. Die MOZ hatte das Jubiläums-Event mit präsentiert.

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