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Groß Neuendorfer Verein der Landfrauen blickt auf erfolgreiche Entwicklung zurück

Vereinsleben
Landfrauen in Groß Neuendorf: Seit 20 Jahren engagiert

Ingo Mikat / 19.06.2018, 06:15 Uhr
Groß Neuendorf Die Gäste einer Festveranstaltung anlässlich der 20-jährigen Gründung des Landfrauenvereins „Mittleres Oderbruch“ waren sich am Sonnabend einig: „Der Verein bereichert das gesellschaftliche Leben.“

„Der Ort Groß Neuendorf ist nicht mehr von der touristischen Landkarte wegzudenken. Das ist auch ein Verdienst der Landfrauen.“ So lobte der Beigeordnete des Landkreises Märkisch-Oderland, Rainer Schinkel, die Landfrauen des Kulturhafendorfes. Sie leisteten  mit kulturellen und sozialen Projekten einen herausragenden Beitrag zu einer funktionierenden Dorfgemeinschaft und erfolgreicher regionaler Entwicklung. Schinkel gehörte zu den ersten Ehrengästen, die den Mitgliedern des Landfrauenvereins herzliche Glückwünsche überbrachten. Gute Wünsche übermittelten zudem Ulrike Fechner vom Brandenburger Landfrauenverband sowie die Stellvertreterin des Letschiner Bürgermeisters, Eveline Fiedrowicz. Odega-Geschäftsführer Detlef Brauer überreichte zudem eine Spende in Höhe von 500 Euro. Vereinsvorsitzende Ramona Melchert ließ es sich nicht nehmen, alle Frauen des Vereins und die Gäste der Festveranstaltung am Eingang des Saales des Landfrauencafés persönlich mit Handschlag sowie einem Glas Sekt oder Saft zu begrüßen.

Jede Landfrau erhielt zudem als Geburtstagsgeschenk einen bunten Seidenschal. Bevor die Vereinsmitglieder die Glückwünsche ihrer Gäste entgegennahmen, fand erst einmal eine gemütliche Kaffeerunde statt - natürlich mit leckeren selbstgebackenen Kuchen. So wie die Frauen in den zurückliegenden Jahren seit der Gründung ihres Vereins bei zahlreichen kulturellen und touristischen Aktivitäten die Federführung übernahmen, gestalteten sie auch ihre Geburtstagsfeier aktiv mit. Ramona Melchert übernahm die Moderation und in einer Rückschau auf 20 Jahre Landfrauen - eine Information über die Geschichte des Landfrauen-Cafés. Die damalige Bürgermeisterin des Ortes, Karin Rindfleisch, störte, dass die einstige Gaststätte verfiel. Mit Gründung des Vereins, dessen Vorsitzende sie bis 2008 war, sollte in das Haus wieder neues Leben einziehen.

Mit Hilfe von Förderprojekten und dem Einsatz vieler zu jener Zeit arbeitsloser Frauen gelang das Wunder - die Gaststätte öffnete im Mai 1998 in Vereinsträgerschaft wieder ihre Türen. Auch wenn die Landfrauen dieses wirtschaftliche Modell letztlich nicht weiterführten, hatten sie doch ihr Ziel - Erhaltung der Wirtshauses erreicht. Katrin Heinrich berichtete über ein erfolgreiches Buchprojekt, das sich mit Zeitzeugenberichten über den ersten Brückenkopf der Roten Armee über die Oder im Jahr 1945 beschäftigte. Annemarie Weihs stellte Traditionspflege wie das Binden von Erntekronen vor. Und Axinia Brandt erinnerte an aktuelle Beiträge des Vereins zum kulturellen Leben, wie die kulinarische Begleitung eines Töpfermarktes, die Organisation von Sommerkinoveranstaltungen, an Lesungen sowie Tanzabende und die Unterstützung von Dorffesten und Rentnerfeiern. Im Verlauf des Abends präsentierten sich die Vereinsfrauen zudem bei einem Mitsingkonzert als eloquente Sängerinnen sowie bei einem Sketch als kurzweilige Comedy-Stars. Zur Eröffnung ihrer Feier intonierte die Schülerin Isabell Schalk an einem Klavier den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauss und das träumerische „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven.

Später überreichten die Liedermacherinnen Claudia Woloszyn und Heike Mildner den Landfrauen mit gefühlvollen und humorvollen Eigenkompositionen über die Landschaft am Fluss, ihre Menschen und ihre Liebe zum Leben begeistert aufgenommene musikalische Blumensträuße.

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