Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Interview
„Ein Song sollte auch eine Botschaft haben“

Franziska Czech gewann den Talentwettbewerb „Die Chance“ und nahm ihre erste CD auf.
Franziska Czech gewann den Talentwettbewerb „Die Chance“ und nahm ihre erste CD auf. © Foto: Ruth Seyda
Silvia Passow / 29.06.2018, 14:47 Uhr
Dallgow Bereits zwei große Momente durfte Franziska Czech im Havelpark Dallgow erleben. 2017 gewann sie dort den Talentwettbewerb „Die Chance“ und damit eine CD-Produktion der Agentur Buchholz. Ein Jahr später stellte sie dort, wieder auf der Bühne des Havelparks, ihre Debüt-Single „Verzeih mir“ vor. Die 27-Jährige mit dem verträumten Lächeln, kommt ursprünglich aus der Nähe von Magdeburg, lebte zuletzt in Rostock, wo sie gerade ihr Studium abgeschlossen hat.

Danke, ja das war ein ereignisreiches Jahr. Tatsächlich mussten die CD- Produktion und das Studio etwas warten. Das Studium ging vor. Die Agentur hatte dafür großes Verständnis und dafür bin ich sehr dankbar. Für mich war wichtig, dass es hier keinen Stress gibt. Eins nach dem anderen. Musik, das ist für mich Freude und die wollte ich mir unbedingt erhalten.

: Deutsch und Französisch, auf Lehramt.

(Lacht) Ja, das fragen viele und es wäre auch naheliegend. Das eine ist mein Berufswunsch, Musik ist für mich Spaß und Freude, ein Ausgleich und so soll es auch bleiben. Die Begeisterung für die Musik habe ich sozusagen in die Wiege gelegt bekommen. Mein Opa spielte Akkordeon, meine Mutter Gitarre. Sie singt auch dazu, hat eine sehr schöne Stimme.

: Meine Eltern haben den Grundstein gelegt, schickten mich mit drei Jahren in die frühmusikalische Förderung. Später erhielt ich Gesangsunterricht und lernte Keyboard spielen. Ich habe dann schon recht früh auf Dorffesten gesungen, beim Stadtfest, auf Feierlichkeiten, wie Geburtstagen. Das war schön und ermutigte mich, ich erweiterte mein Spektrum, schnupperte in die klassische Musik und nahm auch hier wieder Gesangsunterricht. Am Gymnasium konnte ich mich dann in Rock, Pop und Jazz ausprobieren. Und ich spielte dort am Theater. Wir haben ein Musical über die Stadt Magdeburg geschrieben und klar, da habe ich auch mitgespielt. Ich trat bei Hochzeiten und Abschlussbällen auf. Das ging einfach so, ganz ohne Werbung, Mundpropaganda reichte aus. Und mit 13 war ich dann sogar in der Talkshow „Arabella“, von und mit Arabella Kiesbauer, zu Gast.  Erst während des Studiums bin ich musikalisch etwas kürzer getreten.

: Meine Oma hat mich darauf aufmerksam gemacht. Und ich dachte mir, warum nicht? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ja, es war wirklich toll und sehr aufregend. Ich bin da auch gar nicht mit dem Anspruch hingegangen, den Wettbewerb zu gewinnen. Musik ist für mich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Es war und ist einfach die Freude am Singen.

Stimmt. Doch, das wollte ich so. Ich hatte von Anfang an viel Mitsprache bei der Produktion. Antje Klann, Jürgen Buchholz und ich führten im Vorfeld viele Gespräche, welche Musikrichtung, was schwebt mir selbst vor? Auch auf den Text hatte ich viel Einfluss. Texte sind wichtig für mich. Ein Song sollte mehr sein, als eine Aneinanderreihung von Worten. Er soll eine Botschaft transportieren.

Ja, da ist eine Botschaft. Doch mehr möchte ich dazu nicht verraten.

Vorbilder? Sagen wir mal so, ich würde mir nicht anmaßen, so gut zu sein aber ja, ich mag die Lieder von Yvonne Catterfeld und singe sie auch gern. Ich habe nur gemerkt, englischsprachige Lieder kommen beim Publikum gut an, bei deutschen Texten springt der Funke aber über. Das Publikum singt mit, klatscht, tanzt, manchmal sogar auf den Tischen. Und auch wenn es etwas nach Mainstream klingt, ich bewundere Helene Fischer, ihre Lieder, ihre Konzerte.

Statt Vorbilder würde ich eher sagen, diese Künstlerinnen sind meine Inspiration. Ich bin, was die Stilrichtungen angeht, gar nicht so festgelegt. Es muss passen, Text und Melodie. Wer ein Lied hört, sollte in dem Moment den Rest der Welt vergessen können.

: Mit Freude an der Musik arbeiten, sich selbst treu bleiben, authentisch sein. Für mich ist wichtig, das Glück zu suchen und sich dabei nicht verbiegen zu lassen.

: Einen besseren Abschluss für ein Gespräch würde ich auch nicht finden. Vielen Dank für das Gespräch.

CD-Verlosung

„Verzeih Mir“ heißt die CD von Franziska Czech. Brawo-Leser haben das Glück, eine davon zu gewinnen. Die ersten fünf Fans, die am Dienstag, 3. Juli, ab 15 Uhr unter 03381 525513 anrufen, gewinnen ein Exemplar. Sie bekommen die CD per Post zugeschickt, dazu wird die Postanschrift aufgenommen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG