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Ungültig
Wahl zum Ortsvorsteher muss wiederholt werden

Ortsvorsteher werden gesucht – in Vichel und Garz.
Ortsvorsteher werden gesucht – in Vichel und Garz. © Foto: Judith Melzer-Voigt
Holger Rudolph / 29.06.2018, 18:02 Uhr
Garz/Vichel Ein Formfehler verhinderte am Donnerstagabend bei der Temnitztaler Gemeindevertretersitzung in Küdow-Lüchfeld die Wahl eines neuen Ortsvorstehers für den  Ortsteil Vichel. Für Garz hingegen gibt es bislang noch nicht einmal einen offiziellen Bewerber.

Der langjährige Garzer Ortsvorsteher Thomas Voigt war nach zwei an der Zustimmung der Gemeindevertretung gescheiterten Abwahlbegehren selbst mit Wirkung zum 1. Juli zurückgetreten. Mehrere Garzer saßen am Donnerstag im Publikum. Von ihnen wurden Stimmen laut, dass sie nicht über den Bewerbungsmodus für das Ortsvorsteher-Amt informiert worden seien. Dadurch werde der Eindruck erweckt, dass sie als Voigt-Kritiker wohl nicht als seine Nachfolger gewollt seien.

Katrin Pein von der Temnitzer Amtsverwaltung beruhigte. Der Punkt Nachfolge stehe ja gerade deswegen auf der Tagesordnung. Und es bleibe noch genug Zeit für alle Interessierten, sich bis Ende Juli kurz beim Amt oder der Gemeindevertretung zu bewerben. Einer der Garzer wollte wissen, ob die oder der Neue dann auch eine Stimme in der Gemeindevertretung haben werde. Nein, da es sich nur um eine übergangsweise Besetzung bis zu den im Frühjahr 2019 anstehenden Kommunalwahlen handelt, wird der neue Ortsvorsteher laut Pein zwar zu allen Tagungen eingeladen und auch mit am Tisch sitzen. Mit abstimmen dürfe er aber nicht.

Obwohl nichts davon auf der Tagesordnung stand, stellte sich der Einheimische Martin Bunk als Bewerber um den Vicheler Ortsvorsteher-Posten vor. Dieser ist seit Monatsanfang vakant, nachdem der langjährige Vorsteher Peter Masloch weggezogen war (RA berichtete).   Mehrere Vicheler im Publikum bestätigten, dass Bunk den entsprechenden Rückhalt im Dorf habe. Bunk hat, wie er berichtete,  bereits vor Jahren als Gemeinderatsmitglied in Walsleben gewirkt, bevor er zwischenzeitlich nach Berlin gezogen war. Er erklärte, dass er großes Interesse habe, sich für die Interessen der Vicheler einzusetzen.

Nachdem sich die Gemeindevertretung einstimmig für Bunk entschieden hatte, beglückwünschte ihn Voigt, der weiterhin Temnitztaler Bürgermeister ist, und wünschte Kraft und Erfolg im neuen Amt, das Bunk ab 1. Juli antreten sollte.

Allerdings ist Bunks Wahl ungültig, wie Voigt am Freitag im Nachgang der Sitzung mitteilte. Er selbst habe von Anfang an Bedenken gehabt, jemanden ohne eine vorherige fristgerechte öffentliche Ankündigung zu wählen, doch das Amt Temnitz habe die Auffassung vertreten, dass dies in Ordnung gehe. Er wollte aber einen rechtssicheren Beschluss und habe sich daher vorsichtshalber am Freitagmorgen an die Kreiskommunalaufsicht gewandt, die wie er der Auffassung sei, dass ein solcher Beschluss ohne vorherige Ankündigung wertlos ist. Bei der nächsten Sitzung soll Bunk nun abermals gewählt werden, diesmal nach fristgerechter Ankündigung.

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