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Schüler-Berufetag am Helenesee / Innungen informieren, während auf dem Wasser die Drachenboote fahren

Berufe mit Speed
Trommeln für das Handwerk

René Matschkowiak / 29.06.2018, 22:00 Uhr
Lossow Handwerksinnungen und Gewerke rührten am Freitag am Helenesee die Werbetrommel für ihre Ausbildungsberufe. Getrommelt wurde auch auf dem Wasser: beim Schüler-Drachenbootrennen der Innungen. Das ungewöhnliche Format kam gut an.

Die Maler machten es vor und alle machen mit. Vor einem Jahr startete die Maler- und Lackierer-Innung Oderland mit einem eigenen Boot beim Drachenbootrennen am Helenesee. Da müsse man noch mehr daraus machen, war der Tenor. Ein Jahr später ist aus der Idee ein Mega-Berufe-Event geworden. Zahlreiche Stände von Firmen und Handwerkerinnungen präsentieren sich am Freitagvormittag an der Strandpromenade des Helenesees. Parallel dazu findet auf dem Wasser ein Drachenbootrennen für interessierte Schüler statt. Lob für das Konzept gibt es von allen Seiten.

Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke macht sich gleich am Morgen ein Bild von der Premiere der Veranstaltung „Berufe mit Speed“. „Das ist in dieser Form einmalig und vorbildlich“, findet er. „Wir wollen junge Menschen in der Region halten. Hier werden sie gebraucht und können sich einbringen. Wie groß und vielfältig die Möglichkeiten hier sind, müssen wir aber auch deutlich machen.“

Auch Barbara Graneß, Lehrerin am Liebknecht-Gymnasium, zeigt sich begeistert. Gerade ist ihre Klasse, die 8f, als erste durch das Ziel der Drachenbootstrecke gefahren. „Das bietet für die Schüler natürlich eine tolle Abwechslung“, sagt sie. „Für zukünftige Abiturienten ist durchaus auch das Handwerk interessant“. Damit sich die Schüler auch an den Ständen umschauen, wird am Montag der Tag noch mal nachbearbeitet. „Es ist wirklich alles top organisiert“, ergänzt Lehrerin Karin Skowronek.

Während auf dem Wasser die Trommeln der Drachenboote zu hören sind, versucht Matthias Junghanns Schüler für das Kfz-Gewerbe zu begeistern. Für einen schnellen Radwechsel gibt es einen Fünfer, sagt er. Der Meister selbst schafft es in einer Minute und zehn Sekunden. „Eins dreißig sollten drin sein“, meint er. Der erste Schüler, der antritt, braucht deutlich länger. Einen Trostpreis gibt es trotzdem.

Gleich nebenan kann man bei der Innung der Sanitär-, Heizungs- und Klimaatechniker Herzen aus Kupferrohren biegen. „Wir können auch Buchstaben machen“, sagt Horst Vetter. „In dem Alter der Schüler sind Herzen aber mehr gefragt“, meint er schmunzelnd. Auch Max Djerlek aus Beeskow hat ein Herz mitgenommen. Das Handwerk interessiert den 13-Jährigen schon, besonders allerdings die Kfz-Branche, sagt er.

Am Stand des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) wird versucht, den Schülern Lust auf Bauberufe zu machen. Mit Schwung können sie Nägel einschlagen, was sich oftmals als gar nicht so leicht erweist. Maik Wienke vom ÜAZ lobt ebenfalls die Veranstaltung. Vielleicht wäre es beim nächsten Mal noch besser, wenn man das Drachenbootrennen etwas zeitversetzt startet, findet er. Damit sich die Schüler besser an den Ständen der Handwerker umschauen können. Ansonsten könne es eigentlich nicht besser sein. „Unbedingt wiederholen“ – diesen Satz hörte man nicht nur einmal am Freitag an der Helene.

Heute, 10 Uhr, beginnt der 6. Helene-Drachenboot-Cup. 18 Teams aus der Region fahren um den Sieg. An den Paddeln sitzen immer 16 Leute, sechs müssen Frauen sein. Parallel zum Rennen findet am Helenesee das traditionelle Neptunfest statt.

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