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Straußenfarm Hohenfinow züchtet seit 15 Jahren Laufvögel / Betreiber freuen sich über hohen Ei-Ertrag

Laufvogel-Zucht
Mager und cholesterinarm

Nur gucken, nicht anfassen: Besucherin Ursula achtet darauf, den größten Laufvögeln der Welt nicht zu nahe zu kommen.
Nur gucken, nicht anfassen: Besucherin Ursula achtet darauf, den größten Laufvögeln der Welt nicht zu nahe zu kommen. © Foto: Christina Sleziona
Christina Sleziona / 23.07.2018, 06:00 Uhr
Hohenfinow Groß sind die imposanten Tiere in der Straußenfarm am Liebenstein. Aus etwa 2,50 Metern Höhe schauen die Strauße auf die Besucher herab. Zum Betrachten und Staunen luden am Sonnabend beim Hoffest die Betreiber Katrin und Steffen Krampitz ein, die bereits seit 15 Jahren erfolgreich die exotischen Tiere in Barnim züchten. Jedoch ist hier, auf der vier Hektar großen Farm in Hohenfinow mit insgesamt sieben Gehegen, Vorsicht geboten. Wer dem Vogel zu nahekommt, läuft nämlich Gefahr attackiert zu werden. „Strauße können nicht gezähmt werden, wir haben sie zu respektieren und nicht umgekehrt“, klärt Katrin Krampitz die Machtverhältnisse auf.

Sie selbst traut sich bei den ausgewachsenen Tieren auch nicht mehr ins Gehege. Nur die Küken und kleine Jungtiere lassen sich noch von ihrer Körpergröße beeindrucken. Wenn ein Küken aus dem 15 Zentimeter großen Ei schlüpft, erzählt die Züchterin, ist es für das kleine Tier Schwerstarbeit, die dicke Schale innerhalb von 42 Tagen zu durchbrechen. Um diesen Vorgang kontrollieren zu können, kommen die befruchteten Eier daher in einen Brutapparat bevor die Küken in das danebengelegene Jungtiergehege umziehen.

Warum die Tiere gezüchtet werden, liegt auf der Hand: Fleisch soll aus ihnen gewonnen werden. Erreicht ein Strauß seinen 24. Lebensmonat, wird er geschlachtet. Von den etwa 130 Kilo Lebensgewicht sind etwa 22 Kilo Fleisch verwertbar, das frisch oder als Wurst zubereitet auf dem Hof angeboten wird. Was das Fleisch so schmackhaft mache, berichtet Katrin Krampitz, seien der niedrige Cholesteringehalt und der geringe Fettgehalt von gerade mal einem Prozent. Neben dem Fleischangebot sind aber auch die Eier echte Verkaufsschlager. Ein einziges von ihnen wiegt etwa 1,5 Kilogramm und mache nach Angaben der Züchterin im Alleingang eine vierköpfige Familie satt.

Dieses Jahr ist die Züchterin besonders erfreut über den Eierertrag. Er sei in dieser Saison so hoch wie noch nie, betont sie. Prinzipiell habe sich seit den Anfängen 2003 so einiges in der Zucht getan. „Ich bin sehr stolz darauf, die Farm aus eigener Kraft mit eigenen Mitteln ausgebaut zu haben“, erzählt Katrin Krampitz weiter. Als erste Straußenfarm in Barnim war es jedoch nicht immer einfach. Als besondere Herausforderung stellte sich vor allem das Jahr 2007 heraus, als die Vogelgrippe grassierte. Um die stark verunsicherten Kunden zu beruhigen, arbeitete man damals eng mit dem Veterinäramt zusammen. Die Mehrheit blieb der Farm allerdings weiterhin fern, weshalb der Verkauf einbrach.

Heute ist von dem ehemaligen Argwohn nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Das Geschäft läuft besser als je zuvor.

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