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Hitzeschlacht beim Erneuern der Ortsdurchfahrt von Hohenselchow / Ab nächster Woche Sperrung der ganzen Piste

Verkehr
Straßenbau mitten im Dorf

Eva-Martina Weyer / 26.07.2018, 11:30 Uhr
Hohenselchow (MOZ) Die Ortsdurchfahrt von Hohenselchow und der Gehweg werden erneuert. Noch ein paar Tage kann der Verkehr trotz Bauarbeiten rollen. Ab nächster Woche ist die Straße gesperrt, weil vorbereitende Arbeiten für die Asphaltschicht gemacht werden. Ende Oktober soll alles fertig sein.

Die Landesstraße 27 verbindet Gartz und Casekow. Mittendrin auf halber Strecke liegtHohenselchow. Bisher ist die Ortsdurchfahrt eine Rumpelpiste aus Kopfsteinpflaster, Asphaltflickwerk und ausgefahrenen Straßenseiten. Sehr zum Ärger von Einwohnern, Fußgängern und Kraftfahrern. Das soll jetzt anders werden.

Vor zwei Wochen hat die Hoch- und Tiefbau GmbH Ruff aus Löcknitz die Erneuerung der anderthalb Kilometer langen Strecke durch das Dorf in Angriff genommen. Es herrscht hochsommerliches Bauwetter. Entlang der Straße gibt es kaum Schatten. Gerade sanieren die Bauleute bei noch passierbarer Ortsdurchfahrt den vorhandenen Fußweg und legen einen neuen an. Sie holen dabei Feldsteine und große Wurzeln aus dem Boden und setzen Begrenzungsborde. Danach pflastern sie den Weg. Parallel dazu wird die Regenentwässerung gemacht. In der nächsten Woche soll der Entwässerungskanal fertig sein.

Dann beginnt die Firma Ruff mit den Vorbereitungen für den Asphalt. „Die Straße kriegt eine neue Binder- und Deckschicht, das heißt einen verstärkten Aufbau“, erläutert Simone Schulze von der Firma Gast aus Schwedt. Sie hat die Planung für diesen Straßenbau gemacht, der mindestens seit 2016 von den Einwohnern ersehnt wird.

Der Knackpunkt war die Finanzierung. Sie ist inzwischen gesichert. Der Landesbetrieb Straßenwesen macht die Deckschicht und die Entwässerung für 550 000 Euro. Die300 000 Euro für die Gehwegerneuerung kommen von der Gemeinde. Außerdem werden Bushaltestellen samt Wartehaus erneuert und behindertengerecht angelegt. Damit die Dorfbewohner über die Bauarbeiten informiert sind, hat es vorher eine Einwohnerversammlung gegeben. „Trotz der Straßensperrung ab nächster Woche kommen die Anlieger auf ihre Grundstücke“, versichert Bauleiter Matthias Braun von der Firma Ruff. „Die Männer sind hochmotiviert und angehalten, freundlich mit den Anwohnern zusammenzuarbeiten.“

Post, Müllfahrzeuge und Rettungsdienst kämen jederzeit zum Ziel, versichert er. Diese Vorgehensweise sei nichts Ungewöhnliches. Die Firma Ruff ist nicht zum ersten Mal in Hohenselchow. Sie hat vor ein paar Jahren bereits die Kreisstraße nach Groß Pinnow saniert.

Der Munitionsbergungsdienst begleitet die Bauarbeiten ebenso wie ein Archäologe. „Ich habe eine Siedlungsgrube mit recht viel Keramik von den frühen Germanen gefunden, also aus der Zeit etwa 500 Jahre vor Christus“, erläutert Dr. Christian Ihde. „Die Funde waren aber weniger, als wir erhofft hatten. So gibt es nun keine Baubehinderung.“ Die Einwohner hoffen nun auf ein pünktliches Bauende. Bis dahin soll die Sperrung andauern.

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