Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Altenhof ist um eine weitere touristische Attraktion reicher / Wassertreten hält gesund und fit

Gesundheit
Erster Kneipp-Pfad im Barnim eingeweiht

Eingeweiht: Die ersten Nutzer des Kneippganges im Werbellinsee haben sichtlich Freude am Wassertreten. Ob das auch so bleibt, wenn das Wasser kalt ist, wird sich zeigen.
Eingeweiht: Die ersten Nutzer des Kneippganges im Werbellinsee haben sichtlich Freude am Wassertreten. Ob das auch so bleibt, wenn das Wasser kalt ist, wird sich zeigen. © Foto: Gemeinde Schorfheide
Susan Hasse / 07.08.2018, 13:00 Uhr
Altenhof (MOZ) Seit Sonnabend ist das Schorfheide-Dorf Altenhof um eine weitere touristische Attraktion reicher: Eine Kneipp-Wassertretstelle in den Fluten des Werbellinsee wurde von der Gemeinde offiziell eingeweiht.

„Die Anlage ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch selbstreinigend“, so Joachim Rudolph, Vizepräsident des Kneipp-Bundes. Der Bernauer freut sich, dass nun endlich auch im Barnim Wassertreten möglich ist. Seines Wissens gibt es nämlich im gesamten Landkreis keine weitere öffentliche Wassertretstelle. Und dabei ist Kneippen so gesund: Es fördert die Durchblutung, stärkt das Immunsystem und hilft gegen Krampfadern und Venenleiden, ist auf der Infotafel zu lesen.

Als Erstes gingen Rudolph, der Ortsvorsteher Wolfram Malkus und Bauamtsleiter Bert Siegel ins feuchte Nass. Bei einer aktuellen Wassertemperatur von 27 Grad ist die gesundheitliche Wirkung allerdings begrenzt. Nach der Lehre von Sebastian Kneipp ist vor allem eiskaltes Wasser gut für das Wohlbefinden.

Die Idee, einen Kneippgang in Altenhof zu bauen, kam erstmals im April 2017 vonseiten des Altenheims und des Kindergartens. Die beiden Einrichtungen trafen mit ihrem Vorschlag sowohl beim Ortsbeirat Altenhof als auch im Bauamt der Gemeinde Schorfheide auf offene Ohren.

Trotz einiger technischer und rechtlicher Hürden, die dank der Flexibilität und des Einfallsreichtums der Bauexperten der Verwaltung rasch ausgeräumt werden konnten, nahm das Projekt schnell konkrete Formen an. So musste das für den Werbellinsee zuständige Wassser- und Schifffahrtsamt ins Boot geholt werden und eine langlebige und zugleich bezahlbare Variante gefunden werden.

Die Realisation gelang schließlich mit den lokalen Handwerkern der Firma Prietz und der Metallverarbeitung Finowfurt. Vier jeweils 1000 Kilogramm  schwere Feldsteine wurden vor einigen Wochen  schließlich ins flache Wasser gehievt. Die Metallbauer installierten dann, quasi mit den Beinen knietief im Wasser, ein Edelstahlgeländer auf den Steinen und einen rutschsicheren Steg aus Holz. Die Kosten für die Installation des  Kneippganges liegen bei rund 18 500 Euro. Ein Großteil wird dabei durch Spenden finanziert, erklärt Manuela Brandt vom Bauamt. Unternehmer und Institutionen zeigten sich großzügig, schließlich geht es nicht nur um die touristische, sondern um die gesundheitliche Entwicklung des Dorfes. Die Namen der ehrenwerten Spender werden in den kommenden Wochen offiziell bekannt gegeben, heißt es.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG