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Saskia und Sophie Semmler
Zwillinge auf dem Pferderücken

Ausritt zu viert: Saskia und Sofie Semmler wollen bei den Pferdetagen ihres Vereins Erfahrungen sammeln. Die 16-Jährigen starten im Jugendcup.
Ausritt zu viert: Saskia und Sofie Semmler wollen bei den Pferdetagen ihres Vereins Erfahrungen sammeln. Die 16-Jährigen starten im Jugendcup. © Foto: Katrin Naglitsch
MOZ / 14.08.2018, 17:28 Uhr - Aktualisiert 14.08.2018, 17:38
Wulkow (MOZ) Die Wulkower Pferdetage stehen kurz bevor. Dafür bereiten sich nicht nur die gestandenen Reiter intensiv vor. Auch die Jugend aus dem gastgebenden Verein möchte sich bei dem großen Event von ihrer besten Seite präsentieren.

Unter ihnen sind die 16-jährigen Zwillinge Saskia und Sofie Semmler. Mit ihren Pferden Soraya und Disentis werden beide im Jugendcup starten. Das bedeutet, sie reiten eine E-Dressur und ein E-Springen. Mittlerweile ist fast schon Routine, dass beide am Sonntag für die Große Jugendquadrille satteln. Zwölf Reiter werden das Publikum mit einer aufwändig einstudierten Choreografie zu Pferd begeistern.

Spannend wird es an diesem Wochenende auch in der erstmals wieder stattfindenden Mannschaftsdressur. Sofie geht gemeinsam mit dem Wulkower Team an den Start. Gleichzeitig ist es ihre erste A-Dressur. An einen „Geschwisterkampf“ denken beide nicht. Sofie: „Es ist kein Konkurrenzkampf, sondern eher ein Druck von außen. Man wird halt immer verglichen. Das ist in der Schule so, bei den Hobbys und generell. ,Mach es mal so wie deine Schwester’, hört man dann immer mal wieder. Klar ist da immer ein bisschen Konkurrenz dabei. Aber man gönnt es ja seiner Schwester auch wenn sie jetzt etwas gewinnt.”

Saskia sieht ebenfalls keinen Konkurrenzkampf, sondern eher weitere Vorteile als Team: „Wir gönnen uns das, wenn wir mal eine Schleife abbekommen. Man bekommt es ja auch immer beim anderen mit, was es für Nerven kostet oder wie anstrengend es sein kann. Da freut man sich um so mehr mit der Schwester. Da läuft es oft besser, wenn sie da ist und doch noch mal beruhigen kann. Es ist eher beruhigend.“

Beide haben angefangen zu reiten mit elf Jahren. Vorher waren sie gemeinsam in den Reiterferien, aber bekamen nie intensives Training. Auslöser für den Reitwunsch war ein Besuch auf einem Ferienhof. Er grenzte an einen Ponyhof. Fast ihre gesamte Zeit verbrachten beide Mädels dort, sei es zum Reiten, Ponys putzen oder einfach nur zum Knuddeln. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Eltern den Segen gaben.

Auf die Frage, wie die Vorbereitung für ein Turnier wie am Wochenende aussieht, antwortet Sofie: „Vielfältig. Man sollte immer gucken, dass man nicht zuviel macht. Wenn eine Woche vor dem Turnier im Training etwas nicht passt, dann klappt es auf dem Turnier auch nicht. Man versucht, das Pferd einmal locker zu bekommen oder geht eine Runde ins Gelände, so dass das Pferd Spaß hat, weil es ja auf dem Turnier doch ziemlich viel Nerven braucht. Und im Training versucht man, an Kleinigkeiten am Sitz oder in der Anlehnung zu feilen.” Auch ihre Schwester steht ihr in nichts nach: „Im Training machen wir Sitzschule oder springen mal öfter. Aber so, dass sowohl Reiter als auch Pferd den Spaß behalten und zwar gefordert, aber nicht überfordert werden.”

Und wie sehen die Ziele der beiden aus, auf einem Turnier, in dem es schon mehr als 1300 Nennungen gibt? Sofie: „Eine souveräne, lockere Runde hinzulegen und dass mein Pferd alles mitmacht. Und vor allem auch, dass ich in allen drei Prüfungen starten kann, da es sehr warm werden soll. Ich wünsche mir einfach lockere Runden, es ist ja auch meine erste A-Dressur. Dass ich da ganz passabel durchkomme und der Mannschaft keine Punkte koste, mit einem Lächeln durch die Prüfungen zu reiten und nicht immer so angestrengt zu gucken. “

Und auch Schwester Saskia hat sich ihre Ziele klar gesteckt: „Ich will ruhig an die Sache rangehen und mich nicht verrückt machen. Mir geht es nicht um die Noten, sondern darum, dass ich zufrieden bin. Dazu muss ich im Springen mein Bestes geben und in der Dressur ordentliche Hufschlagfiguren reiten.”

Während am Wochenende für Besucher und Teilnehmer alles geboten wird, von der Führzügelklasse für die jüngsten Teilnehmer bis zum spannenden S-Springen am Sonntag gehen die Zwillinge es mit ihren Blicken in die reiterliche Zukunft entspannt an. Sofie: „Ich würde mich gerne mehr aufs Springen konzentrieren, in den nächsten Jahren  vielleicht mal ein A-Springen und irgendwann ein L-Springen.” Und Saskia verrät: „Ich wünsche mir, dass mein Pferd und ich ein gutes Team werden, dass wir auf Turnieren erfolgreicher werden und die eine oder andere Schleife abbekomme.“

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