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Ruhestätte
Neue Trauerhalle als Modell für andere Dörfer

Schmuckstück auf dem Friedhof: Die neue Trauerhalle in Dannenwalde soll im Herbst fertiggestellt werden. Modern und großzügig bemessen könnte sie ein Modell für andere Dörfer sein.
Schmuckstück auf dem Friedhof: Die neue Trauerhalle in Dannenwalde soll im Herbst fertiggestellt werden. Modern und großzügig bemessen könnte sie ein Modell für andere Dörfer sein. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 14.08.2018, 18:01 Uhr
Dannenwalde (MOZ) Die langfristige und planmäßige Erneuerung von Ruhestätten im Amtsbereich Gransee schreitet voran – sichtbar wird sie derzeit vor allem in Gransee und in Dannenwalde. Im Granseer Ortsteil am Wentowsee wird beispielsweise zurzeit eine neue Trauerhalle errichtet. Bei der behutsamen Entwicklung des Granseer Friedhofes ist die Kommune auch einen Schritt weiter: Eine ansprechend gestaltete Bedürfnisanstalt steht nun im Eingangsbereich gleich neben dem Blumenladen.

Für beide Projekte hat die Kommune Fördermittel in Anspruch nehmen können – und zwar aus dem Leaderprogramm. Jeweils drei Viertel der förderfähigen Gesamtkosten konnten in Anspruch genommen werden.

Wie Roswitha Suckrow, Abteilungsleiterin im Bereich Bauen und Liegenschaften, erklärt, betragen die Gesamtkosten für das WC-Häuschen immerhin rund 30 000 Euro. Wobei man vor allem Wert darauf legte, dass sich das Aussehen des Gebäudes, für das von etlichen Bürgern Bedarf angemeldet worden war, in die Umgebung einfügt. Deshalb sei die Außenhülle des WC-Containers auch auf gelungene Weise verkleidet worden.

Mit dem Bau des Toilettenhäuschen konnte nach den Worten von Christian Tutsch ein weiteres Detail der umfangreichen Friedhofs-Konzeption für die Stadt Gransee realisiert werden. Experte für Städtebau und Planung in der Amtsverwaltung betont, dass nun aber nicht innegehalten wird. Ziel sei es vor allem, die Wegebeziehungen der großzügig angelegten Ruhestätte zu erneuern, die Wege dauerhaft haltbar zu machen und vor allem das zentrale Gebäude der Ruhestätte, die Trauerhalle, gründlich zu sanieren.

Grundsatz sei, behutsam vorzugehen. Nicht zuletzt wegen des Charakters der Anlage wurden für die Erneuerung ausdrücklich mehrere Jahrzehnte ins Auge gefasst, auch wegen der Ruhezeiten, die aktuell zu beachten sind. Grabstellen, die bereits für Familienangehörige reserviert sind, werden selbstverständlich für den betreffenden Personenkreis weiter vorgehalten, lautet ein weiterer Grundsatz des Maßnahmeplans für den Friedhof. Künftige Bestattungsformen sollen berücksichtigt werden, ebenso sollen nach Möglichkeit künstlerische Elemente Einzug halten – in Gestalt eines Kunsthaines als Element einer Gemeinschaftsgrabstelle.

Neu und außerordentlich attraktiv – so zeigt sich auch die künftige Trauerhalle für den Dannenwalder Friedhof. Dort bewahrheitet sich offensichtlich das Sprichwort: „Was lange währt, wird gut“. Denn Architekt Wolfgang Grassl hat unweit des alten Trauergebäudes eine Halle konzipiert, die einen würdigen Charakter in Anlehnung klassischer Sakralbauten darstellt. Nach Überzeugung von Roswitha Suckrow könnte dieser in Holz gehaltene Neubau einer Trauerhalle mit hoch aufragendem Dach, der Weite und Würde zugleich manifestiert, langfristig einen Modellcharakter für andere Dörfer im Amtsbereich oder in den Ortsteilen der Stadt Gransee haben. „Schon Holz als Baustoff ist für die Trauerhallen in der Region nicht üblich“, merkt Grassl an. Das Material ermöglichte den vergleichsweise hohen Dachaufbau ohne Ringanker. „Wir können da den Kollegen der Firma Krumm aus Mirow nur dankbar für ihre gute Arbeit sein“, betont der Architekt.

Wobei das Vorhaben eigentlich schon 2015 mit ersten Entwürfen in Angriff genommen wurde, blickt Suckrow zurück. Damalige Ausschreibungen seien aber nicht zufriedenstellend gewesen. 2017 hätten Firmen zu hohe Angebote  unterbreitet. Fördermittel mussten zudem neu beantragt werden. Insgesamt kostet die Trauerhalle 150 000 Euro. In Betrieb genommen werden kann sie voraussichtlich im Herbst dieses Jahres.

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