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Tour de MOZ
Aus der Stadt ins grüne Umland

Wiebke Wollek / 14.08.2018, 19:30 Uhr
Oranienburg Das Schönste kommt zum Schluss. Doch bevor die Tour de MOZ am Sonnabend am Oranienburger Schloss endet, sind 55 Kilometer zu bewältigen. Auf Wunsch kann zur Mittagszeit die historische Mönchmühle besichtigt werden.

Für Tourenführer Sven Dehler ist es jedes Mal ein Wiedersehen mit vielen Bekannten. „Ein Großteil der Teilnehmer zählt zum festen Stamm und fährt jedes Jahr mit“, berichtet der 53-Jährige. Richtige Fans  suchen sich sogar mehrere Lieblingsfahrten der Tour de MOZ aus. Vom Auftakt im April bis zum Finale im Oktober stehen insgesamt 20 Strecken zur Wahl – von der Oberkrämer-Tour bis zur Oderbruchrundfahrt.

Diesen Sonnabend führt die Tour de MOZ von Oranienburg ins Mühlenbecker Land. Damit es nicht zu unvorhergesehenen Schwierigkeiten auf der Strecke kommt, haben Sven Dehler und seine Mitstreiter vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) den Weg mehrmals abgefahren. Denn mit einer Gruppe von 50 oder mehr Radfahrern kann die Überquerung einer Straße auch mal zur Herausforderung werden. Damit niemand durch Autofahrer in Gefahr gebracht wird, sollen sich am Anfang und am Ende der Gruppe sowie an den Seiten Radler mit Warnwesten befinden. „Wir müssen zügig sein, und wenn der Tross erst mal rollt, klappt das meistens auch“, sagt Sven Dehler.

Die Gruppe zusammenzuhalten ist eine der größten Herausforderungen, denn die Teilnehmer haben nicht alle die gleiche Kondition. „55 Kilometer sollte man nicht unterschätzen. Auf der anderen Seite machen wir aber auch kein Radrennen“, erklärt der Tourenführer. „In den vergangenen Jahren ist das schon einmal falsch verstanden worden.“

Für diejenigen, die unterwegs die Kräfte verlassen, sollte sich die Streckenführung jedoch als Vorteil erweisen, da mehrere S-Bahnhöfe – wie Mühlenbeck-Mönchmühle, Schönfließ, Bergfelde und Birkenwerder – problemlos zu erreichen sind. Wer nur einen Teil der Strecke fahren möchte, hat während der Mittagspause an der Mönchmühle die Gelegenheit, die Tour zu beginnen oder zu beenden. „Durch den kühlenden Fahrtwind merkt man die Erschöpfung oft erst während der Pausen, besonders, wenn man dann noch in der Sonne steht“, erklärt Sven Dehler. Deshalb empfiehlt er allen Teilnehmern, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Los geht es um 10 Uhr am Bahnhof Oranienburg. Nach einer Begrüßung und Besprechung der Strecke radelt die Gruppe in Richtung Schmachtenhagen. Über Wensickendorf führt der Weg die Teilnehmer ins beschauliche Mühlenbecker Land. Bürgermeister Filippo Smaldino Stattaus empfängt die Fahrer um 12.30 Uhr am Rathaus und will sich selbst auf den Sattel schwingen, um die Radler ein Stück durchs Mühlenbecker Land zu begleiten. Ab 13.15 Uhr ist eine einstündige Rast an der Mönchmühle geplant. Gegen einen kleinen Obolus gibt es ein zünftiges Mittagessen. Außerdem wird eine etwa halbstündige Führung durch die historischen Gemäuer angeboten. „Alternativ darf man sich aber auch an einem schattigen Plätzchen ausruhen“, kündigt Sven Dehler an.

Gut gestärkt, starten die Radfahrer von Mühlenbeck aus nach Schönfließ. In der Kirche werden sie um 15 Uhr vom Pfarrer empfangen, der Wissenswertes zur Geschichte berichten kann. Auch hier bietet sich eine Möglichkeit, die Tour de MOZ vorzeitig zu beenden und ein Konzert zu genießen, das um 16 Uhr beginnt. In der Reihe Schönfließer Sommermusiken spielen Posaunisten des Gewandhausorchesters zu Leipzig bekannte Melodien von Bach bis Gershwin.

Regulär treten die Radler jedoch vor Konzertbeginn die Rückfahrt nach Oranienburg an. Sie  durchqueren Bergfelde und Birkenwerder, bevor der 55 Kilometer lange Ausflug am Schloss Oranienburg endet. Wer dann noch immer Energie übrig hat, kann den eindrucksvollen Schlosspark besichtigen, die Natur genießen oder ins Restaurant gehen.

Die Teilnahme an der Tour de MOZ ist – abgesehen vom Mittagessen – kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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