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Landesbetrieb verpasst Ortsdurchfahrt neue Decke / Amtsdirektor beschleunigt Arbeit mit Wutbrief

Bauen
Heckelberger überrascht von Straßenbau

Bauarbeiten: Eine Fräsmaschine pulverisiert die Fahrbahndecke vor dem alten Schulhaus.
Bauarbeiten: Eine Fräsmaschine pulverisiert die Fahrbahndecke vor dem alten Schulhaus. © Foto: Steffen Göttmann
Steffen Göttmann / 15.08.2018, 00:27 Uhr
Heckelberg-Brunow (MOZ) Rasselnd auf Ketten schiebt sich seit Dienstag eine Fräsmaschine durch Heckelberg. Sie entfernt die oberste Asphaltschicht der Ortsdurchfahrt und befördert sie pulverisiert auf die Ladefläche eines Lkw. Wie ein Drache bewegt sich der Konvoi durch den Ort. Der Landesbetrieb Straßenwesen lässt die Ortsdurchfahrt im Zuge der B 168 erneuern.

„Wir haben nur durch Zufall davon erfahren“, ärgerte sich Heiko Liebig, Bürgermeister von Heckelberg-Brunow. Eigentlich sei die Baumaßnahme im Oktober zu den Herbstferien vorgesehen gewesen. Ärztin und Zahnärztin planten bereits während dieser Zeit, ihre Praxen zu schließen. Doch es kam alles anders. Vor einer Woche sei er von der Nachricht überrascht worden, dass die Ortsdurchfahrt jetzt zum Schuljahresbeginn zwei Wochen gesperrt werden sollte. Weder Landkreis, Amt Falkenberg-Höhe noch die Gemeinde seien informiert worden. „Wie hätten wir denn den Schulbusverkehr regeln sollen?“, fragt Liebig. Dank eines „Wutbriefs“ von Amtsdirektor Holger Horneffer sei die Bauzeit auf die letzte Ferienwoche beschränkt worden. Demnach sei die Straße am Dienstag in voller Länge abgefräst. Heute und am Donnerstag wird die neue Asphaltschicht eingebaut. Am Freitag erfolgen Nacharbeiten wie Markierungen und Einbau der Fugen. „Der Asphalt muss 24 Stunden ruhen“, erklärte Liebig.

Die Gemeinde Heckelberg-Brunow habe keinen Einfluss auf den Straßenbau, müsse aber auch nichts dafür bezahlen, fügte das Ortsoberhaupt hinzu. Seiner Auffassung nach gebe es andere Ortsdurchfahrten, die den Asphalt besser gebrauchen könnten, die Entscheidung treffen jedoch Bund und Land.

Der Baubetrieb informierte die Bürger per Hauswurfsendung. „Wir haben einen Zettel erhalten, obwohl wir in der zweiten Reihe wohnen“, sagten am Dienstag zwei Senioren, die von einer Bank aus die Bauarbeiten beobachteten. Sie hätten mit der Vollsperrung kein Problem. „Wir kennen die Schleichwege“, sagte einer von ihnen. (sg)

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